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Porno-Abmahnanwalt zu 14 Jahren Haft verurteilt

Ein US-Gericht in Minneapolis hat den Anwalt Paul Hansmeier zu 14 Jahren Gefängnis und einer Schadenersatzzahlung von 1,5 Millionen Dollar verurteilt, berichtet Ars Technica. Hansmeier hatte gemeinsam mit seinem Partner John Steele Tauschbörsennutzer erpresst. Er lud pornografische Filme in Filesharing-Netzwerke hoch und drohten Leuten, die sie herunterluden, mit Klagen wegen Urheberrechtsverletzungen.

Sechs Millionen Dollar verdient

Mit Vergleichen, zu denen sich die Opfer bereiterklärten, verdiente Hansmeier und Steele zwischen 2010 und 2013 nach Angaben des Gerichts mehr als sechs Millionen Dollar.

Das Gericht sprach von einem ausgeklügelten Betrugsschema. Durch ihren Vertrauensmissbrauch hätten die Angeklagten unermesslichen Schaden für die amerikanische Rechtssprechung verursacht, heißt es in der Urteilsbegründung.

Hansmeier und Steele waren zuvor als Abmahnanwälte für US-Pornofirmen tätig und begannen dann selbst produzierte oder eingekaufte Filme in Tauschbörsen zu verbreiten, um die Gelder aus den Vergleichen wegen Urheberrechtsvergehen einzustreifen. Das Vorgehen fiel den Gerichten zunehmend auf.

Die beiden Anwälte wurden 2016 verhaftet und angeklagt. Steele bekannte sich kurz darauf schuldig und legte ein Geständnis ab. Ein Urteil gegen ihn soll voraussichtlich im Juli gesprochen werden.

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