Apple camping owner Toby Rhys-Davies with his UFO flying saucer accommodation at his 'glamping' campsite, Redberth, Pembrokeshire, Wales

© REUTERS / REBECCA NADEN

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Techniker entwickelt fantastische "UFO-Patente" für US Navy

Im Auftrag der US Navy hat ein Maschinenbauer und Luftfahrtingenieur eine Reihe von Patenten erhalten, die als "UFO-Patente" in Erfinderkreisen eine gewisse Bekanntheit erlangt haben. Die Patente schildern Technologien, die wie Science-Fiction anmuten, etwa Transportmittel, die sich mit enormer Geschwindigkeit durch jegliches Medium bewegen können - vom Wasser bis zum Weltraum.

Derzeit technisch unmöglich

Was in den Patenten beschrieben wird, geht über derzeitige technische Möglichkeiten weit hinaus, wie Interesting Engineering berichtet. Salvatore Cezar Pais hält das nicht davon ab, immer wieder Patente für neue Ideen zu beantragen, etwa kompakte Energiequellen, die soviel Strom wie Kernkraftwerke erzeugen, oder Waffen, die die Raumzeit verändern und so stark sind, "dass die Wasserstoffbombe daneben wie ein Knallkörper aussieht".

So wird eines der Projekte in einem Dokument der Navy beschrieben. Der maritime Zweig des US-Militärs nahm Pais Ideen so ernst, dass ganze Forscher*innenteams darauf angesetzt wurden, Experimente durchzuführen. Dabei getestet wurde etwa die Idee eines elektromagnetischen Feldgenerators, der einen undurchdringbaren Verteidigungsschild schaffen sollte. Sogar Asteroiden sollten an dem Schutzschild einfach zerbersten.

Patent von Salvatore Cezar Pais für ein konisches Raumschiff

Illustration aus Patent von Salvatore Cezar Pais für ein dreieckiges Raumschiff, das sich dank Quantenkräften fast reibungslos durch verschiedenste Medien bewegt

Kein Nachweis für "Pais-Effekt"

Grundlage für den Generator, wie auch für andere der "UFO-Patente" ist der so genannte "Pais-Effekt" - ein energiereicher Zustand elektromagnetisch geladener Materie. Drei Jahre lang widmete sich ein Team der Suche nach einem Nachweis für den Effekt. Eine halbe Million Dollar wurde dafür aufgewendet. Nach 1600 Arbeitsstunden lautete das Ergebnis, der Pais-Effekt könne nicht nachgewiesen werden.

Diverse Wissenschaftler stehen Pais Ideen äußerst skeptisch gegenüber. Sie sprechen von "klassischem Fall von pathologischer Wissenschaft" und wundern sich, dass Pais die Patente überhaupt erteilt wurden. Die darin geschilderten Ideen seien "eine wundervolle Wunschliste von Dingen, die wir anstreben". Die Beschreibungen seien voller "Nonsens-Behauptungen", die "physikalisch keinen Sinn machen".

Geheime Beschäftigung

Salvatore Cezar Pais hat nach einem PhD-Abschluss in Cleveland, Ohio, bereits bei der NASA gearbeitet, beim Naval Air Warfare Center Aircraft Division (NAWCAD), sowie beim Rüstungskonzern Northrop Grumman Aerospace Systems. Seine Anhänger vergleichen seine visionäre Vorgangsweise mit jener von Nikola Tesla. Öffentliche Äußerungen von Pais sind spärlich, wahrscheinlich wegen Geheimhaltungsklauseln mit der Navy, für die er in der Abteilung Strategic Systems Programs im Verteidigungsministerium in Washington D.C. arbeitet.

Ob Pais Genie oder Wahnsinniger ist, bleibt unklar. Er selbst rät Skeptikern jedenfalls in einem Beitrag von The Drive, gegenüber seiner Arbeit unvoreingenommen zu sein.

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