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Digital Life

Twitter-Klon von Trump-Team mit Terrorpropaganda überschwemmt

Nur wenige Wochen nach seinem Start wird GETTR mit Terrorpropaganda von Dschihadist*innen überflutet, berichtet das US-Magazin Politico. Das Online-Netzwerk wurde von Personen aus dem Umfeld des Ex-US-Präsidenten Donald Trump ins Leben gerufen.

Enthauptungsvideos sind auf dem Twitter-Klon, der sich den Kampf um die freie Meinungsäußerung im Internet auf die Fahnen geschrieben hat, ebenso zu sehen wie Aufrufe zu Gewalt gegen den Westen. Auch Memes, in denen der frühere US-Präsident in einem orangen Overall, ähnlich jenen aus dem Gefangenenlager Guantanamo, exekutiert wird, haben laut Politico ihren Weg auf die Plattform gefunden.

„Sicherer Hafen“

Anstatt eine Alternative für Trump-Anhänger*innen, die von Facebook und Twitter gesperrt wurden, zu bieten, habe sich GETTR zum „sicheren Hafen" für Dschihadist*innen entwickelt, heißt es bei Politico. Das Magazin hat mindestens 250 Accounts ausgemacht, die regelmäßig Terrorpropaganda auf dem Netzwerk posten und untereinander teilen.

Dschihadist*innen wollten sich mit solchen Aktionen an Trump rächen, der ihre Bewegung militärisch zerstört habe, sagt GETTR-Gründer Jason Miller, ein früherer Trump-Sprecher und -Berater, zu Politico. Genauso wie Trump-Anhänger*innen Anfang des Jahres nach dem Sturm auf das US-Kapitol, waren islamistische Extremist*innen bereits zuvor mit einem Bann großer Online-Netzwerke wie Facebook und Twitter konfrontiert und suchten sich neue Räume im Netz, um ihre Propaganda zu verbreiten.

Pornos und Sonic the Hedgehog

Mit Problemen hat das Trump-nahe Netzwerk bereits seit seinem Start Anfang Juli zu kämpfen. Kurz nachdem es online ging, wurde GETTR mit Pornos überflutet. Neben nicht jugendfreien Bildern wurden unter populären Hashtags für QAnon-Verschwörungsmythen auch massenhaft Memes mit der Videospielfigur Sonic The Hedgehog gepostet.

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