Air Force MQ-9 Reaper Drohne

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USA setzten geheime "Schwert-Rakete" für Racheaktion in Afghanistan ein

Vergangene Woche kamen bei einem Anschlag auf den Flughafen in der afghanischen Hauptstadt Kabul zahlreiche Menschen ums Leben, darunter auch mehrere US-Soldaten. Als Reaktion darauf flog die US-Armee am Samstag Vergeltungsangriffe gegen die Urheber - einem lokalen Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Laut einem Bericht der Washington Post kam dabei eine neue, geheime Art von Rakete zum Einsatz, die auf die Bezeichnung Hellfire R9X hört. 

Anstelle von Sprengstoff entfaltet die Waffe ihre zerstörerische Kraft mithilfe von kinetischer Energie und Klingen. 6 Stück an der Zahl werden vor Einschlag der Hellfire seitlich ausgefahren und lassen der Zielperson - sofern sie direkt getroffen wird - keine Chance.

Flying Ginsu

Aufgrund ihrer ungewöhnlichen Funktionsweise hat die Rakete einige Zusatzbezeichnungen. US-Medien beschreiben sie als “Bombe voller Schwerter”, bei der CIA nennt man sie "Flying Ginsu", nach einer in den 70er- und 80er-Jahren in den USA per Teleshopping vertriebenen Messermarke.

Der Vorteil dieser Art von Waffe liegt auf der Hand: Aufgrund der Tatsache, dass sie ohne Sprengstoff auskommt, können Kollateralschäden bei Angriffen weitestgehend vermieden werden. Dadurch sollen Zivilisten, die sich zufällig in der Nähe der Zielpersonen befinden, verschont bleiben. Auch beim aktuellen Angriff berichtete das US-Militär, dass es keine zivilen Opfer gab.

Es ist laut Task & Purpose der erste bekannte Einsatz der R9X seit August 2020, als ein mutmaßlicher Al-Qaida-Terrorist in Syrien damit getötet wurde. Beim aktuellen Einsatz in der Nangarhar-Provinz wurde die R9X von einer Drohne des Typs MQ-9 Reaper (siehe Bild oben) abgefeuert.

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