Tesla-CEO Elon Musk versteht keinen Spaß, wenn es um Leaks geht

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Digital Life
05/04/2019

Wer bei Tesla redet, wird gefeuert und verklagt

Tesla hat in einer Mail an seine Mitarbeiter sehr klar gemacht was droht, wenn man mit den Medien oder der Konkurrenz redet.

Wie viele andere Tech-Unternehmen auch, hat Tesla ein Problem mit Leaks. Bei dem Elektroautohersteller kommt erschwerend hinzu, dass das Unternehmen im medialen Fokus steht. Aktuelle Vorfälle haben Tesla dazu veranlasst, seine Mitarbeiter an die Konsequenzen zu erinnern, falls sie etwas ausplaudern sollten.

Wie CNBC berichtet, wurde ein E-Mail von Teslas Sicherheitsteam an die Mitarbeiter geschickt. Laut diesem Mail wird „Tesla gegen alle vorgehen, die Informationen leaken und die die unterschriebenen Verschwiegenheitsklauseln brechen. Dazu zählen Kündigung, Forderung von Schadensersatz und Strafanzeigen.“

Aktuelle Vorfälle

In dem E-Mail werden aktuelle Vorfälle genannt. Im Jänner habe ein Tesla-Mitarbeiter vertrauliche Informationen, darunter Produktionszahlen, per Twitter an Journalisten weitergegeben. Ein anderer Mitarbeiter habe Informationen vom Tesla-Server auf ein privates Cloud-Konto übertragen. Er drohte Tesla damit die Informationen zu veröffentlichen. Tesla reichte Klage ein. Laut dem E-Mail wurden auch zwei andere Mitarbeiter verklagt, weil sie „vertrauliche Informationen und Geschäftsgeheimnisse gestohlen haben“.

Tesla warnt seine Mitarbeiter auch davor, unbewusst Mittäter von Industriespionage zu werden. Laut dem Mail „gibt es Außenseiter, die alles machen, um uns scheitern zu sehen“. Auch würden Tesla-Mitarbeiter gezielt über soziale Medien und andere Netzwerke kontaktiert werden, um sie zur Herausgabe von Informationen zu bewegen.

In den vergangenen Wochen kam es zu mehreren Zwischenfällen, in denen Insider mit Medien über Geschehnisse bei Tesla berichteten. So wurde über einen Software-Fehler in einer Tesla-Fabrik berichtet, wegen dem Mitarbeiter zu früh in den Feierabend geschickt wurden und deshalb die Produktion stockte. Ebenfalls gab es Berichte über das angespannte Verhältnis zwischen Tesla und dem Akku-Herstellungspartner Panasonic.