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Digital Life
08/19/2019

Wer viele Emojis verwendet, hat mehr Sex

Wer ein aufregendes Dating-Leben haben möchte, sollte verstärkt Emojis in der Kommunikation einsetzen.

Wer häufig Emojis verwendet, hat bessere Chancen, Dates zu ergattern und mehr Sex zu haben. Zu diesem Schluss kommen zwei wissenschaftliche Studien, an denen das Kinsey Institute beteiligt war. Insgesamt wurden über 5600 Singles zu ihrem Kommunikationsverhalten und ihrem Einsatz von Emojis auf Dating-Plattformen wie Tinder, aber auch in ihrer persönlichen Kommunikation befragt.

Während die eine Studie einen Zusammenhang mit häufigeren Dates und mehr sexueller Aktivität bei Leuten herstellte, die viel Emojis verwenden, gibt es bei den Befragten der zweiten Studie die Tendenz, dass Emoji-Muffel weniger häufig ein zweites Date bekamen. Darüber hinaus fand auch diese zweite Studie eine Korrelation zwischen Emoji-Gebrauch und häufigem Sex bzw. einer größeren Zahl an Sexpartnern.

Mensch tut sich mit schriftlicher Kommunikation schwer

Die Studienautoren liefern auch eine Erklärung, warum das Dating-Leben mit Emojis erfolgreicher verläuft. So würden Emojis wichtige emotionale Information transportieren, was das schnelle Etablieren von intimeren Verbindungen erleichtern würde. Das treffe sowohl für die Gefühlsebene, als auch für potenzielle Sexaktivitäten zu. Generell lasse sich aus den Studien ableiten, dass Menschen, die Emojis in ihre Textnachrichten einbauen, erfolgreicher seien, schnell eine Verbindung mit fremden Personen aufzubauen.

Das habe wohl damit zu tun, dass sich Menschen mit geschriebener Sprache generell schwerer tun - gerade, was eine emotionale Bindung zu einer anderen Person betreffe. Denn der Mensch habe evolutionär bedingt seine sozialen Verbindungen in erster Linie in der persönlichen Interaktion von Angesicht zu Angesicht gelernt. Emojis würden Gefühle mittransportieren, die bei geschriebener Sprache sonst zu kurz komme und im persönlichen Gespräch sonst über Mimik und Gestik mitgeteilt werde.

Welche Emojis genau welchen Effekt in einer Kommunikation haben, wurde im Rahmen der Untersuchung allerdings nicht beleuchtet.