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Netzpolitik
04/27/2019

Aufregung um anti-muslimisches Posting von FPÖ-Vizebürgermeister

Der Wiener Vizebürgermeister Dominik Nepp bringt offen seinen Unmut über im Park spielende Kinder mit ihren Müttern zum Ausdruck.

Abermals sorgt ein Facebook-Posting eines FP-Politikers für Aufregung in den sozialen Netzwerken. Beim Verfasser handelt es sich diesmal um den Wiener Vizebürgermeister und Landeshauptmann-Stellvertreter Dominik Nepp.  

Auf seiner Facebook-Fanseite teilte er am Freitag ein Foto, auf dem mehrere Mütter mit Kinderwägen im Wiener Türkenschanzpark zu sehen sind. Die Frauen tragen dabei Kopftücher, was dem Vizebürgermeister laut dem Text des Postings ein Dorn im Auge ist. So schreibt er: „Kein Fernreise-Bild, sondern befremdliche Impressionen aus dem Türkenschanzpark. So schaut's in unseren "Wiener" Freizeitoasen aus ...“

Das Posting selbst markiert Nepp mit dem Zusatz "enttäuscht". 

Das Posting zählte Samstagnachmittag knapp 3.000 Reaktionen und 2.000 Kommentare. Neben zahlreichen zustimmenden Postings von FPÖ-Anhängern findet sich auch ein Kommentar von FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus, der schreibt: „Da bekommt das Wort Türkenschanzpark plötzlich eine neue Bedeutung“.

Kritik

Die offen zur Schau getragene Aversion gegen die kopftuchtragenden Mütter sorgt jedoch auch für kritische Stimmen. So stößt ein Kommentar von dem Whatchado-Gründer und EU-Jugendbotschafter Ali Mahlodji auf viel positive Resonanz.

Er schreibt unter anderem „Vielen Dank für das Foto lieber Dominik, es ist wirklich schön zu sehen, dass die Grünflächen nicht brach liegen sondern wirklich von Menschen und ihren Kindern genutzt werden. Total schön!“