Netzpolitik
01.09.2018

China schränkt Handyspiele ein, um Kinder vor Kurzsichtigkeit zu schützen

Chinesische Behörden wollen dafür sorgen, dass weniger neue Smartphone-Games veröffentlicht werden.

China will gegen die zunehmende Kurzsichtigkeit bei Kindern vorgehen und schränkt deswegen Onlinespiele ein. Das Bildungsministerium forderte die Aufsichtsbehörden auf, die Zahl neuer Spiele zu begrenzen. Zudem sollen Zeitbegrenzungen für junge Menschen eingeführt werden.

Mehr als 450 Millionen der insgesamt 1,38 Milliarden Chinesen sind nach Angaben des Statistikamtes kurzsichtig. Immer mehr Kinder sind von der Fehlsichtigkeit betroffen. Das Bildungsministerium macht dafür auch verantwortlich, dass die Kinder immer mehr Zeit am Schreibtisch und mit Smartphones verbringen und zu wenig im Freien spielen. Es forderte die Eltern dazu auf, die Zeit an den elektronischen Geräten zu beschränken und empfahl, Kinder mindestens eine Stunde am Tag nach draußen zu schicken.

An der Börse kam das schlecht an: Der Aktienkurs des Online-Giganten Tencent ging um fünf Prozent zurück, die Papiere vieler anderer Videospiel-Anbieter gaben ebenfalls nach.