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© reuters, Steve Marcus

Netzpolitik
04/09/2020

Betrug mit gefakten Soforthilfe-Websites

Mehrere Deutsche, die Soforthilfe beantragen wollten, wurden von Betrügern auf Fake-Seiten geleitet, um Daten preiszugeben.

Das Wirtschaftsministerium im deutschen Nordrhein-Westfallen stellt Auszahlungen der Soforthilfe für Selbstständige vorerst ein. Der Grund: Betrüger sollen sich mit gefälschten Internetseiten mit den Hilfsgeldern bereichern.

Laut den Ermittlungen des Landeskriminalamts (LKA) sollen diese gefakte Webseiten betreiben und "mit gefälschten Antragsformularen Daten abgefischt und diese mutmaßlich für kriminelle Machenschaften genutzt" haben, heißt es. Das Wirtschaftsministerium hat Strafanzeige erstattet, wie Golem berichtet. 

Polizei warnt

Am 8. April machte das LKA eine Warnung publik, in der es heißt: „Mit gefälschten Internet-Seiten versuchen skrupellose Betrüger von der Corona-Krise zu profitieren. Aus unterschiedlichen Regionen Nordrhein-Westfalens gehen derzeit Anzeigen von Menschen bei der Polizei ein, die sich im Internet um Corona-Soforthilfen bewerben wollten. Dabei sind sie auf gefälschte Seiten geleitet worden, die offensichtlich die Daten der Antragsteller abgreifen wollten“. Die Ermittler haben ihre Recherche fortgesetzt, um betrügerische Anträge aufzudecken. 

Eingelangte Anträge werden aber weiterhin bearbeitet: Trotz des Auszahlungsstopps könne Soforthilfe über die offizielle Webseite beantragt werden.