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Netzpolitik
09/12/2019

Frankreich will Facebooks Libra in Europa stoppen

Der französische Finanzminister sagte, dass man die Entwicklung der Kryptowährung nicht erlauben könne.

Frankreich will die geplante Facebook-Währung Libra in Europa blockieren. Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire sagte am Donnerstag bei einer Konferenz zu Kryptowährungen in Paris, Libra gefährde die Währungshoheit der Staaten. "Unter diesen Umständen können wir die Entwicklung von Libra auf europäischem Boden nicht erlauben."

Durch ein Zahlungsmittel in den Händen eines Privatunternehmens drohten "systemische" Risiken, warnte Le Maire bei der Veranstaltung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Bei Problemen mit der neuen Währung könnten "erhebliche Störungen im Finanzsystem" eintreten.

Schwere Bedenken

Auch bei einem Finanzministertreffen der sieben großen westlichen Industriestaaten (G7) bei Paris hatte es im Juli starken Widerstand gegen Libra gegeben. Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz (SPD) machte "schwere Bedenken" gegen die geplante Währung geltend.

Facebook will Libra im kommenden Jahr als virtuelle Währung einführen. Der US-Konzern verspricht den Nutzern seiner Plattformen, das Einkaufen und Geldüberweisen im Internet werde dadurch so einfach wie das Versenden einer Textnachricht.