Netzpolitik 09.02.2018

Olympia: Keine Samsung-Handys für nordkoreanische Athleten

© Bild: Samsung

Wegen Sanktionen dürfen Olympioniken aus Nordkorea und Iran die Special Edition des Samsung Galaxy Note 8 nicht mit nachhause nehmen.

Alle Athleten, die derzeit an den Olympischen Spielen in Südkorea teilnehmen, bekommen von Samsung ein Smartphone geschenkt. Dabei handelt es sich um eine Special Edition des Spitzenmodells Galaxy Note 8. Insgesamt werden 4.000 Stück verteilt.

Die Athleten aus Nordkorea und Iran werden aber nur kurz Freude an dem Sammlerstück haben. Der Veranstalter der Spiele lässt per Mitteilung wissen, dass die Teilnehmer aus Iran und Nordkorea die Geräte nicht mit nachhause nehmen dürfen. Sie dürfen sie nur während ihres Aufenthalts in PyeongChang nutzen. Diese Regel sei eine Bedingung dafür, dass sie an den Olympischen Spielen teilnehmen dürfen.

UN-Sanktionen

Als Grund für diese Benachteiligung bei den Giveaways werden UN-Sanktionen genannt. Präzisiert wurde das vom Veranstalter nicht. Es könnte sein, dass das Note 8 aufgrund des hohen Preises als Luxusgut eingestuft wird. Der Export von Luxusgütern nach Nordkorea und Iran ist per UN-Sanktion verboten. Auch möglich ist, dass die Smartphones aufgrund von Prozessoren und den GPS-Modulen als „Dual Use Goods“ angesehen werden – also als Waren, die auch für militärische Zwecke eingesetzt werden könnten.

Bereits bei den Sommerspielen 2016 durften Athleten aus Nordkorea die Sonderedition des Samsung Galaxy S7 Edge nicht annehmen. Aber selbst wenn das Verbot nicht von dieser Seite kommen würde, würden ihnen die Geräte vermutlich spätestens bei der Einreise in Nordkorea abgenommen werden. In Nordkorea sind nämlich Geräte verboten die mit GPS ausgestattet sind und die einen uneingeschränkten Zugang zum Internet ermöglichen.

( futurezone ) Erstellt am 09.02.2018