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Netzpolitik
01/31/2020

Open Knowledge Maps und FWF erhielten Preis für Freies Wissen

Zum ersten Mal hat Wikimedia Österreich den Preis für Freies Wissen vergeben: an eine Institution, einen Verein und fürs Lebenswerk.

Open Knowledge Maps ist ein Verein, der die weltgrößte visuelle Suchmaschine für wissenschaftliche Literatur betreibt. Auf openknowledgemaps.org können Nutzer sogenannte Wissenslandkarten zu einem Forschungsthema ihrer Wahl erstellen. Peter Kraker nahm für das engagierte Team, das auch aus Maxi Schramm und Christopher Kittel besteht, am Wiener Ball der Wissenschaften die Auszeichnung von Wikimedia Österreich in Empfang. Der Preis für zivilgesellschaftliches Engagement ist mit 1.000 Euro dotiert.

Open Knowledge Maps

Die Jurybegründung für die Auszeichnung: „Open Knowlede Maps ermöglichen einen schnellen Einstieg in ein Thema. Auf einen Blick kann man die wichtigsten Bereiche erfassen und gleichzeitig auf relevante Literatur zugreifen. Open Knowledge Maps ist kostenlos und ermöglicht es damit auch Personen, die nicht an einer akademischen Institution angestellt sind, Wissen zu entdecken und zu nutzen.“

FWF

In der Kategorie „Institution des Jahres“ wurde der FWF Wissenschaftsfonds ausgezeichnet. Er ist eine zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung in Österreich. „Zu den Prioritäten des FWF gehört es, möglichst viele Ergebnisse aus geförderten Forschungsprojekten frei und komplikationslos zur Nachnutzung zugänglich zu machen. Damit gilt der FWF seit Jahren als Pionier in Sachen »Free Knowledge Mainstreaming« und Open Access“, heißt es seitens der Jury als Begründung. Damit setzt der FWF Wissenschaftsfonds ein wichtiges Zeichen.

Hermann Maurer

Mit dem Sonderpreis für das Lebenswerk wurde Professor Hermann Maurer ausgezeichnet, der seit 1996 daran arbeitet, ein freies zugängliches und zu großen Teilen offen lizensiertes, digitales Lexikon für Österreich zu schaffen. Das „Austria Forum“ will „alles, was für Österreich interessant ist“, nachschlagbar machen. Professor Maurer gilt zudem als Open-Access-Pionier. Mit dem Sonderpreis wird sein jahrzehntelanges Engagement gewürdigt.

Der Preis für Freies Wissen wurde dieses Jahr von Wikimedia Österreich zum ersten Mal in Anwesenheit der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie, Leonore Gewessler und Bürgermeister Michael Ludwig vergeben. Eine fünfköpfige Jury aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Medien, darunter auch futurezone-Redakteurin Barbara Wimmer, wählte die Sieger aus. International ist die Preisverleihung in den Public Domain Month eingebunden, eine internationale Kampagne, die die wichtige Rolle freier Inhalte noch mehr in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern möchte.