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Netzpolitik
10/28/2019

US-Bürger fordern Verbot von Gesichtserkennung

Die Aktivisten setzen sich für bessere Regulierungen und mehr Datenschutz ein.

Die Gesetze zur Gesichtserkennung sind in den USA chaotisch, da es für Privatunternehmen kaum Regulierungen gibt. Wie Heise berichtet, formt sich dagegen nun Widerstand. Städte und Länder regeln die Gesetzgebung unterschiedlich. So haben die amerikanischen Städte San Francisco, Oakland und Sommerville zwar der Polizei verboten, Gesichts-Scans zur Identifizierung zu nutzen. Schulen und Unternehmen dürfen die Technologie aber weiterhin anwenden. 

Konzertbesuch mit Face-ID

Laut Technology Review kommen vor allem in Hotels solche Scans zum Einsatz. Die Aktivisten von "Fight for the Future" fordern dafür nun strengere Regeln, da sie Gesichts-Scans als Eingriff in die Persönlichkeitsrechte und als Tool für Diskriminierung sehen. Sie versuchen daher, die Unternehmen unter Druck zu setzen, die diese Technik anwenden. So setzen sie sich beispielsweise dafür ein, dass Konzertveranstalter künftig keine Gesichts-ID verwenden. Der Online-Tickethandel Ticketmaster hatte mitgeteilt, künftig Gesichtserkennung für Konzerte und Veranstaltungen verwenden zu wollen.

Sowohl auf Landes- als auch auf Regionalebene werden zudem Regelungen für Privatunternehmen diskutiert. So soll verhindert werden, dass Gesichtsscans obligatorisch für den Zutritt zu Läden werden könnten. Auf ihrer Website bietet Fight for the Future eine Liste von Firmen an, die Gesichtserkennung anwenden.