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Netzpolitik
09/30/2019

Vorwürfe gegen Google wegen neuem Internet-Protokoll

Google will für mehr Sicherheit sorgen. Dabei soll sich das Unternehmen einen unfairen Vorteil verschaffen.

Google will zukünftig das neue DNS-over-HTTPS (DoH) Protokoll für die Verschlüsselung von Internetseiten nutzen. Damit soll sich der Datenschutz für Nutzer erhöhen, insbesondere beim Surfen in öffentlichen WLAN-Netzen. Der Vorwurf von US-Kongressabgeordneten lautet, Google könne sich mit der Einführung des Protokolls einen Vorteil gegenüber Internetanbietern verschaffen, wie das Wall Street Journal berichtet. 

Vorwurf: Unlauterer Wettbewerb

Diese wären durch das neue Protokoll nicht mehr in der Lage, DNS-Daten ihrer Nutzer zu sammeln. Google wird nun aufgefordert, seine Absichten über die Sammlung und Auswertung der DNS-Daten offenzulegen. Google äußerte sich dazu, es gäbe keine Pläne, als zentraler Standard-DNS-Provider zu agieren.

Der Rechtsausschuss des US-Kongress leitet daher eine Kartellrecht-Untersuchung ein. Sie soll prüfen, ob Google mit der DoH-Einführung unlauteren Wettbewerb betreibt. Das Unternehmen plant, das DoH-Protokoll im Oktober mit der Aktualisierung auf Chrome 78 einzuführen. Auch Mozilla kündigte bereits an, das neue Internet-Protokoll für Firefox einzuführen.