© Getty Images/PeopleImages/IStockphoto.com

Produkte
08/14/2019

Keine Lust auf Chrome: So gelingt der Browser-Wechsel

Wer mit dem Google-Browser am PC nicht zufrieden ist, kann schnell und einfach umsteigen. Wir zeigen wie.

von Franziska Bechtold

Chrome ist nach wie vor der beliebteste Browser weltweit  - obwohl das letzte Update nicht bei allen Nutzern gut ankam. Auch den Einsatz von Ad-Blockern schränkt der Google-Browser ein. Es gäbe also Gründe für einen virtuellen Tapetenwechsel. Auf seine gesammelten Lesezeichen, Formulardaten und Einstellungen muss man deshalb aber nicht verzichten. Die meisten Browser bringen die Option bereits mit, alle Daten aus Chrome zu importieren.

Voraussetzung für den Datenaustausch zwischen allen Geräten ist der Login bei Chrome mit dem Google-Konto. Dort werden die Daten gespeichert, damit überall darauf zugegriffen werden kann. Setzt man ein neues Gerät auf, können die Daten für einen anstehenden Browserwechsel heruntergeladen werden. Dafür muss man allerdings Chrome einmal auf dem neuen Gerät installieren und sich mit seinem Google-Konto anmlelden. Die Daten werden anschließend automatisch synchronisiert. Besonders für einen Browserwechsel auf dem Smartphone ist diese Variante empfehlenswert.

Möchte man Chrome nicht extra für den Import installieren, muss man die Lesezeichen vorher zwischenspeichern und die Datei auf das neue Gerät übertragen. Über das Dreipunkt-Menü in Chrome oben rechts öffnet man “Lesezeichen - Lesezeichen-Manager” und exportiert diese anschließend als Datei. Andere Daten wie gespeicherte Passwörter gehen so allerdings verloren.

Brave

Privatsphäre wird bei Brave groß geschrieben. Mit der Integration des Onion-Routing, auf dem der Tor-Browser basiert, wurde der Datenschutz verstärkt. Nach der Installation des Browsers wird angeboten, Daten aus Chrome zu importieren. Das funktioniert allerdings nur auf dem Desktop. Wer nur die mobile Variante nutzt, muss alle Lesezeichen neu sammeln. Über die Funktion "Synchronisationskette" können aber alle Geräte miteinander verbunden werden. Auch ein Benutzerkonto sorgt für Datenaustausch. So stehen auf allen Geräten die gespeicherten Daten zur Verfügung.

Die Nutzerzahlen von Brave schossen im vergangenen Jahr auf 5,5 Millionen Nutzer, was einem Wachstum von 450 Prozent entspricht. Das macht den Newcomer unter den Browsern zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz. Mit dem zeitgleich entwickelten Basic Attention Token (BAT) will Brave garantieren, dass keine Daten nach außen gesendet werden. Das Werbekonzept von Brave, bei dem sowohl Nutzer als auch Werbetreibende Einnahmen in Form von Bitcoin ausgezahlt werden, könnte in Zukunft für steigende Popularität sorgen.

Firefox

Die beliebteste Chrome-Alternative ist Firefox. Der Browser bringt eine Vielzahl an Erweiterungen mit, die für Chrome nicht verfügbar sind. Dazu gehören Downloadmöglichkeiten für Youtube-Videos. Zudem ist der Mozilla-Browser auf allen Betriebssystemen, am Desktop und mobil, verfügbar. Firefox fragt während der Installation auf Smartphone oder PC, welche Daten importiert werden sollen. Alternativ können die Lesezeichen über den Menüpunkt “Bibliothek - Lesezeichen” und die Option “Lesezeichen verwalten” manuell hinzugefügt werden. Dann fehlen allerdings weitere Einstellungen wie Passwörter oder Formulardaten. Über die “Synch”-Funktion können alle Daten bequem auf sämtlichen Geräten genutzt werden, vorausgesetzt man erstellt ein Benutzerkonto. 

Safari

Besonders nach einem Wechsel von PC zu Apple ist man versucht, den hauseigenen Browser Safari zu testen. Nutzt man weitere Produkte wie iPhone oder iPad, ist der Umstieg auf den Apple-Browser verlockend. Findet Safari bei der Installation andere Browser, wird beim ersten Start automatisch auf deren Daten und Einstellungen zugegriffen und sie werden hinzugefügt. Möchte man sie manuell hinzufügen, gibt es diese Möglichkeit einfach unter "Lesezeichen importieren" Chrome auszuwählen und die dort gespeicherten Daten zu importieren.