Netzpolitik
07.08.2018

Winnie the Pooh-Verfilmung fällt in China der Zensur zum Opfer

Die neue Winnie-the-Pooh-Verfilmung darf in China nicht gezeigt werden. Bär Winnie sieht dem Präsidenten zu ähnlich.

Die neue Verfilmung „Christopher Robin“ kommt nicht in die chinesischen Kinos. Grund für die Zensur ist, dass der Bär Winnie regelmäßig mit dem Staatspräsidenten Xi Jinping verglichen wird, wie der Hollywood Reporter berichtet.

Mit der Gleichsetzung werde das höchste Amt Chinas in nicht hinnehmbarer Weise verspottet und seine Würde verletzt, teilte die chinesische Zensurbehörde mit.

Vergangenen Sommer haben die Zensurbehörden erstmals damit begonnen, die Bilder von Winnie the Pooh von Social-Media-Plattformen zu verbannen. Der Honigbär war zum Symbol des Widerstands geworden. Auch HBOs "Last Week Tonight" mit Host John Oliver, der die Übersensibilität von Xi bei dem Thema kritisiert hatte, wurde daraufhin geblockt.

Erste Vergleiche im Jahr 2013

Winnie the Pooh und Xi wurden erstmals bereits im Jahr 2013 in einen Zusammenhang genannt. Xi besuchte damals die USA. Einem Foto, auf dem Xi neben dem damaligen US-Präsidenten Obama läuft, wurde eine Szene aus dem Winnie-the-Pooh-Zeichentrickfilm gegenübergestellt: Der Bär spaziert neben Tiger Tigger.

Der einzig andere Disney-Film, der dieses Jahr in China verboten wurde, war "A Wrinkle in Time".