© Michael Pekovics

Netzpolitik
07/17/2019

Wirbel um Seebad, das Handvenenscanner zur Registrierung einsetzt

Ein öffentliches Bad am Neusiedler See setzt einen Handvenenscanner ein. Daran gibt es scharfe Kritik.

Das Seebad am Neusiedler See hat dieses Jahr eine Neuheit: Gemeindebürger, die keinen Eintritt zahlen, sowie Saisonkartenbesitzer müssen sich per Handvene registrieren und über den Scanner ausweisen. Wer sich nicht registrieren will, muss eine Tageskarte um 4,50 Euro lösen. Das berichtet der KURIER.

Grund für die Einführung des Handvenenscanners sei, dass ortsfremde Personen den kostenlosen Eintritt ausgenutzt hätten und Saisonskarten öfters weitergegeben worden waren, heißt es in dem Bericht.

Datenschützer sehen Einsatz kritisch

Datenschützer sehen den Einsatz des Scanners problematisch. Dabei würde es sich um biometrische Daten handeln und daher sei es laut Markus Kainz vom Datenschutzverein quintessenz „rechtlich nicht in Ordnung, einen Handvenenscan für den Badeeintritt zu verlangen“.

Auch Andreas Krisch, Leiter der Datenschutzagentur, kritisiert den Einsatz des Scanners via Twitter: „Die Nutzung öffentlicher Einrichtungen an die Erfassung und Kontrolle biometrischer Daten zu binden ist ein unglaublicher Unfug. Hier fehlt jede Sensibilität für #Datenschutz und Verhältnismäßigkeit. Dieser Schabernack sollte unverzüglich eingestellt werden.“