Global communication network

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07/31/2020

Amazon darf über 3.000 Satelliten ins All schießen

Das Kuiper-Netzwerk soll mit Starlink konkurrieren und Internet-Zugang schaffen.

Es wird langsam aber stetig voll im Erdorbit. Nach SpaceX beginnt nun auch Amazon damit, ein Internet-Satelliten-Netzwerk aufzubauen. Dafür erhielt das Unternehmen nun die notwendige Genehmigung der US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC). Das Netzwerk mit dem Namen „Kuiper“ (vermutlich nach dem Astronomen Gerard Peter Kuiper) soll 3.236 Satelliten umfassen.

Verglichen mit den 12.000 bis 42.000 Satelliten, die SpaceX für den Aufbau von Starlink im Orbit platzieren möchte, ist Amazons Projekt deutlich kleiner angesiedelt. In einem Statement gab Amazon an, mehr als 10 Milliarden US-Dollar in das Projekt stecken zu wollen. Damit soll verlässliches und günstiges High-Speed-Internet weltweit zugänglich sein.

Inbetriebnahme bis 2029

Die Satelliten werden im Low Earth Orbit (LEO) stationiert, in einer Höhe zwischen 590 und 630 Kilometern. Laut FCC soll der Dienst verfügbar sein, nachdem 578 der Kuiper-Satelliten gestartet sind. Wie die Satelliten aussehen und wie sie in den Orbit kommen sollen, hat Amazon noch nicht verraten. Es ist aber naheliegend, dass Blue Origin die Satelliten ins All schießt. Das private Weltraumunternehmen wurde 2000 von Amazon-Chef Jeff Bezos gegründet.

Die FCC sieht vor, dass Amazon bis 2026 bereits die Hälfte der Satelliten im Orbit stationiert haben wird, der Rest muss bis 2029 folgen. Wird der Zeitplan nicht eingehalten, könnte Amazon die Genehmigung, die Satelliten zu betreiben, wieder verlieren.

Kritik

Dass immer mehr Satelliten im Orbit stationiert werden sollen, sehen viele als problematisch. Das betrifft nicht nur Astronomen, denen die Starlink-Satelliten jetzt schon die freie Sicht auf den Nachthimmel beeinträchtigen. Auch Weltraumschrott könnte zum Problem werden. Desto mehr Objekte sich im Orbit ansammeln, desto höher ist die Chance für eine gefährliche Kettenreaktion, warnen Experten.

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