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26.02.2018

Canon bringt Einsteiger-DSLR, Systemkamera und Roboter-Blitz

Die Spiegelreflexkameras 2000D und 4000D richten sich an Einsteiger, die Systemkamera M50 soll YouTuber begeistern.

Canon aktualisiert sein Kamera-Portfolio und stellt mit der 2000D und der 4000D zwei neue Modelle für Spiegelreflex-Einsteiger vor. Die Kameras sind jeweils mit einem APS-C-Sensor ausgestattet, der bei der günstigeren 4000D mit maximal 18 Megapixel auslöst, bei der 100 Euro teureren 2000D mit 24,1 Megapixel. Beide Kameras weisen eine maximale Lichtempfindlichkeit von 6400 ISO auf, die auf 12800 erweitert werden kann. 

Obwohl bei geringer auflösenden Sensoren in der Regel weniger Bildrauschen auftritt als bei denen mit höherer Auflösung, erklären Canon-Vertreter auf Nachfrage, dass das teurere Modell nicht mehr rauscht als das günstigere. In Sachen Autofokus ist die Ausstattung der beiden DSLRs gleich. Beide verfügen über neun Autofokuspunkte, davon ein Kreuzsensor in der Mitte. 

Beide Kameras sind mit einem LC-Display ausgestattet (7,5cm bei der 2000D und 6,8cm bei der 4000D), wobei das der 2000D höher auflöst (920.000 und 230.000 Bildpunkte). Die DSLRs sind mit WLAN ausgestattet, bei der 2000D gibt es zusätzlich noch einen NFC-Chip.

8 slides, created on 23/Feb/2018 - 15:44:18

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Canon EOS 4000D

Canon EOS 4000D

Canon EOS 4000D

Canon EOS 4000D

Canon EOS 2000D

Canon EOS 2000D

Canon EOS 2000D

Canon EOS 2000D

Objektive

Einen kleinen Unterschied gibt es bei den beiden Kameras beim Kit-Objektiv. Zwar ist Brennweite und Blende bei beiden gleich (18-55mm f/3,5-5,6), bei der teureren Kamera ist die Optik noch mit einem Bildstabilisator ausgestattet. 

Die EOS 4000D kostet mit Kit-Objektiv in Österreich 409,99 Euro, die 2000D wird um 509,99 Euro (jeweils UVP) verkauft werden. Die Kameras können ab sofort vorbestellt werden. Ausgeliefert werden sollen sie im April 2018.

Neue Systemkamera M50

Neben den neuen Einsteiger-DSLRs hat Canon auch eine neue Systemkamera vorgestellt. Das Geschäft mit den spiegellosen Kameras ist auch für Canon mittlerweile zum wichtigsten Geschäftszweig geworden, nachdem der Konzern einige Startschwierigkeiten hatte.

Die M50 ist mit einem APS-C-Sensor mit einer maximalen Auflösung von 24,1 Megapixeln ausgestattet. Die Lichtempfindlichkeit lässt sich bis zu einem Wert von 25.600 ISO schrauben, im erweiterten Modus bis zu 51.200. Neben dem schwenkbaren Touchscreen mit einer Diagonale von 7,5cm ist noch ein elektronischer Sucher integriert. Für scharfe Fotos soll ein Dual-Pixel-Autofokussystem sorgen, bei dem die Messpixel direkt auf dem Bildsensor platziert sind.

6 slides, created on 23/Feb/2018 - 15:49:37

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EOS M50

EOS M50

EOS M50

EOS M50

EOS M50

EOS M50

Neben dem Fotografieren will man vor allem mit der Videofunktion punkten. So ist die Kamera mit einem Mikrofon-Eingang ausgestattet, was sie besonders für YouTuber attraktiv machen soll. Videos werden in 4K-Auflösung mit maximal 25fps aufgezeichnet, in 720p sind es maximal 50fps. Als Videoformat kommt MP4 zum Einsatz.

WLAN und Bluetooth

Die Kamera ist sowohl mit WLAN als auch mit Bluetooth ausgestattet. In der Praxis sollen Kamera und Smartphone bzw. Tablet permanent via Bluetooth verbunden bleiben. Per Knopfdruck kann man die WLAN-Verbindung aktivieren und Fotos übertragen. 

Die Canon EOS M50 ist in Schwarz und in Weiß um 589,99 Euro (Body) erhältlich. Im Kit mit 15-45mm-Objektiv kostet sie 709,99 Euro. Sie ist ab dem 26. Februar 2018 im Canon Online-Shop und bei offiziellen Canon Händlern vorbestellbar und voraussichtlich ab April verfügbar.

KI-Blitz

Parallel zu den Kameras bringt Canon außerdem noch den Speedlite 470EX-AI auf den Markt. Laut dem Konzern ist „künstliche Intelligenz“ integriert, die für die perfekte Ausleuchtung sorgen soll. Mit klassischer KI hat die Technik zwar nichts zu tun, dennoch ist der Blitz mit der Leitzahl 47 eine durchaus nennenswerte Ergänzung im Line-Up. 

Das Gerät hat einen im Kopf integrierten Motor, der den Blitz im Vollautomatik-Modus alleine ausrichtet, nachdem man eine Testmessung durchgeführt hat. Das System erkennt, wie der Blitz gedreht sein muss, um eine möglichst passende indirekte Ausleuchtung zu erreichen, indem etwa Wände als Reflektoren genutzt werden. 

Im Semi-Automatik-Modus muss man den grundlegenden Winkel des indirekten Blitzes manuell einstellen. Dreht man dann die Kamera, etwa um statt im Querformat im Hochformat Aufnahmen zu machen, dreht sich der Blitz vollautomatisch mit, um die gleiche Reflexion zu erreichen. 

Der Speedlite 470EX-AI wird ab Mai erhältlich sein, der Preis ist noch unbekannt.