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03/25/2020

Firmware-Bug zerstört SSDs nach genau 40.000 Stunden

Hewlett Packard warnt davor, dass alle Daten nach Ablauf der Zeit unwiederbringlich gelöscht werden.

Hewlett Packard hat auf einen Fehler bei SSDs aufmerksam gemacht der dafür sorgt, dass die Speicher nach 4 Jahren und 206 Tagen (exakt 40.000 Stunden) kaputt geht. Besonders heikel: Die SSD kann nicht repariert werden und darauf gespeicherte Daten lassen sich nicht wiederherstellen. Das teilt Hewlett Packard Enterprise auf seiner Support-Webseite mit.

Es handelt sich um 800 GB und 1,6 TB SAS SSDs, die HPE ebenfalls auf der Support-Seite auflistet. Sie wurden einzeln verkauft, aber auch in Geräten wie den Server-Lösungen Synergy und ProLiant verbaut. Zudem warnt HPE, dass sich das Problem vermutlich nicht auf ihre Produkte beschränkt. Es betreffe alle Geräte, die eine der fehlerhaften SSDs verwenden.

Server-Lösungen besonders gefährdet

Die Zeit der SSD läuft ab, sobald sie das erste Mal in Betrieb genommen wurde. Da die Speicher für Big Data Analysen und Cloud Computing konzipiert wurden, sind vor allem Unternehmen betroffen. Dort werden Daten häufig in RAID-Systemen mit mehreren Speichern verarbeitet: fällt ein Speicher aus, sind die Daten - theoretisch - weiterhin auf den anderen Laufwerken gesichert. Da aber meistens alle dort verbauten SSDs gleichzeitig in Betrieb genommen wurden, würden auch alle gleichzeitig ausfallen. Damit würde das gesamte System nicht mehr funktionieren.

Um so einen Ausfall zu verhindern, hat HPE ein kritisches Update (HPD7) veröffentlicht, mit dem der Fehler behoben wird. Nutzer sollen dieses umgehend installieren, um mögliche Schäden zu verhindern. Laut HPE sollen die ersten SSDs im Oktober 2020 ausfallen.