Ford Motor Co. shows the all-new electric Mustang Mach-E vehicle for a photo shoot at a studio in Warren, Michigan

© REUTERS / REBECCA COOK

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11/18/2019

Ford stellt günstigen Tesla-Model-X-Rivalen Mustang Mach-E vor

Außen mit Mustang-Elementen, innen mit einem großen Touchscreen, der an die Autos des Konkurrenten Tesla erinnert.

Der Ford Mustang zählt - speziell in den USA - zu den bekanntesten Automarken überhaupt. Auch abseits von Verbrennungsmotoren will das Unternehmen von der Popularität profitieren und stellt mit dem Mustang Mach-E das erste Elektroauto unter der Marke vor. Um einen klassischen Mustang handelt es sich bei dem Mach-E allerdings nicht. Das Auto ist ein Crossover SUV, das einige Designaspekte des Muscle-Cars integriert hat. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde der Mach-E offiziell präsentiert. 

Demnach wird der Ford Mustang Mach-E in mehreren Varianten kommen. Je nach Ausstattung kommt das Elektroauto entweder mit Hinterrad- oder Allradantrieb. Während bei Hinterrad ein Elektromotor zum Einsatz kommt, sind es bei den Allrad-Varianten zwei. Die Leistung und das maximale Drehmoment variieren zwischen 255 PS und 415 Nm und 459 PS und 830 nM. Bei letzterem handelt es sich um den Wert der GT-Variante, die in weniger als vier Sekunden von null auf hundert km/h beschleunigt. 

Insgesamt fünf verschiedene Modelle bringt Ford ab Ende 2020 auf den Markt. Die günstigste Version hat mit Hinterradantrieb eine Reichweite von 370 Kilometer bei einem Preis von 43.895 US-Dollar. Am weitesten kommt man mit der Version “California Route 1”. Jene hat eine maximale Reichweite von 483 Kilometer bei 282 PS. Der Preis liegt bei 52.400 US-Dollar. Die stärkste Ausführung ist der Mach-E GT mit 459 PS bei einer Reichweite von maximal 402 Kilometer und einem Preis von 60.500 Dollar. 

Auch in Europa soll der Mach-E künftig verkauft werden. Der Basispreis liegt auf dieser Seite des Atlantiks bei 46.900 Euro, wie es heißt. Damit ist Ford für Elektro-SUV-Einsteiger deutlich günstiger, als etwa Teslas SUV Model X, das hierzulande ab 92.700 Euro verkauft wird.

Interieur

Im Inneren des Autos findet sich mittig ein Hochkant-Touchscreen mit einer Diagonale von 15,5 Zoll, was optisch etwas an Tesla erinnert. Über den Screen soll man Infotainment sowie alle anderen Aspekte des Autos steuern können. Bei den physischen Knöpfen hält sich Ford zurück, es ist lediglich ein großes Drehrad unterhalb des Displays vorhanden. 

Ford Motor Co's next generation SYNC 4 communications and entertainment system on a 15.5" touchscreen display screen is seen in the interior of Ford's all-new electric Mustang Mach-E vehicle at a studio in Warren, Michigan

Über dem Lenkrad befindet sich ein zweiter Screen mit 10,2 Zoll, der als digitale Instrumentenanzeige dient. Je nach Fahrmodus ändert sich das Design der Benutzeroberfläche. Während bei dem “Whisper”-Fahrmodus alles sehr minimalistisch und zurückhaltend ist, werden bei “Engage” bereits mehr Infos angezeigt. Im Modus “Unbridled” trägt Ford dick auf und liefert unter anderem die G-Kräfte, die auf die Insassen einwirken. 

Das Auto ist mit Apples CarPlay und Android Auto kompatibel. Direkt unter dem Display befindet sich ein Drahtlos-Ladepad für Smartphones. Dahinter liegen noch jeweils ein USB-A- sowie ein USB-C-Anschluss. Zusätzliche USB-Stecker für die Mitfahrer auf der Rückbank gibt es auf der Rückseite der Mittelkonsole. 

Der Mach-E unterstützt außerdem Over-the-Air-Updates und kann per Smartphone entriegelt werden. In Sachen autonomes Fahren will Ford einen “Freihand”-Modus für Autobahnen per Update nachliefern. 

Ford Motor Co. shows the all-new electric Mustang Mach-E vehicle for a photo shoot at a studio in Warren, Michigan

Nur mehr große Autos

Für Ford macht der Schritt in Richtung eines elektrischen SUV Sinn. So hat das Unternehmen bereits Mitte 2018 angekündigt, abgesehen von dem Mustang in den USA nur noch SUVs und Trucks zu verkaufen.