Internet Explorer auf CD (CC BY 2.0)

© Hajime NAKANO

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Am 15. Juni ist Schluss mit dem Internet Explorer – beinahe

Totgeglaubte leben sprichwörtlich länger. Und so will auch der Internet Explorer einfach nicht gehen. Jetzt ist aber Schluss damit: Am 15. Juni stellt Microsoft offiziell den Support ein.

Was das heißt: Der veraltete Browser wird noch unsicherer, als er ohnehin schon ist. Es wird weder Updates noch Patches für kritische Sicherheitslücken geben. Wer bisher immer noch Internet Explorer verwendet hat, sollte schleunigst auf Mozilla Firefox, Google Chrome, Microsofts eigene Alternative Edge oder einen anderen, modernen Browser setzen.

Ausnahmen

Wenig überraschend ist aber auch diesmal der Internet Explorer nicht völlig weg vom Fenster. Für Windows 10 LTSC (Business-Version mit selteneren Betriebssystem-Updates) soll es noch Updates für den Internet Explorer geben. Auch der Internet Explorer 11 für Windows Server wird von Microsoft noch gewartet.

Diese werden vermutlich erst mit den jeweils nächsten großen Software-Versionen den Internet Explorer abschaffen. Das dürfte bei Windows Server erst 2025 und bei Windows 10 LTSC erst 2026 der Fall sein.

Ab in die Rente

Microsoft spricht beim Ende des Internet Explorers von „retirement“ – er wird also in Pension geschickt. Das klingt friedlicher als „killen“, doch genau das wird Microsoft machen. Laut dem Konzern wird nach dem 15. Juni 2022 ein Windows-Update erscheinen, dass den Internet Explorer 11 „ultimativ und permanent“ deaktiviert. Einen genauen Zeitpunkt für das Update hat Microsoft noch nicht genannt.

Weil es noch immer viele Unternehmen mit veralteter Infrastruktur gibt, etwa ein Intranet, das nur für die Nutzung mit Internet Explorer ausgelegt ist, hat Microsofts Edge einen IE-Modus eingebaut. So lassen sich diese veralteten Anwendungen weiterhin nutzen. Damit sollte es keinen Grund geben, dem Internet Explorer nachzuweinen.

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