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12/04/2019

iPhone 11 Pro sammelt Standortdaten, auch wenn es das nicht tun sollte

Laut Apple handelt es sich bei der Entdeckung des Sicherheitsforschers aber um ein Feature und keinen Fehler.

Das iPhone 11 Pro sammelt Standortdaten auch dann, wenn es das gar nicht sollte. Das fand der Security-Foscher Brian Krebs heraus. Selbst wenn Nutzer auf ihrem iPhone eingestellt haben, dass sie die Standortdaten nicht freigeben, sammelt Apple diese Daten, schreibt Krebs in einem Blog-Posting.

Er selbst habe es mit einem iPhone 11 Pro getestet, aber möglicherweise sind auch andere Geräte unter iOS 13.2.3 von dem Problem betroffen. Bei einem iPhone 8 konnte er das Problem allerdings nicht nachvollziehen, das ihm ursprünglich betroffene Apple-Nutzer gemeldet hatten. Der Security-Forscher hat seine Erkenntnisse auch in einem YouTube-Video festgehalten.

Auch wenn Nutzer die Geolocation-Funktion bei bestimmten Apps auf „off“ gestellt haben, werden Daten gesendet. Der Security-Forscher hatte Apple den Bug gemeldet und folgende Antwort bekommen: „Wir sehen darin keine aktuellen Sicherheitsimplikationen“. Das System verhalte sich damit wie vorhergesehen, denn für manche Location Services gibt es keinen Off-Knopf – und zwar dann, wenn es sich um Systemservices gehe. Diese hätten keinen Abdreh-Knopf, heißt es seitens Apple.

Für Apple ist der Bug also kein Bug, sondern ein Feature. Antworten auf Detailfragen von Krebs sind noch ausständig.