© Michael Stelzhammer

Produkte
02/11/2020

iPhone 12 könnte sich wegen Coronavirus verspäten

Apple-Analyst Ming-Chi Kuo prognostiziert eine Verspätung für das iPad Pro, das iPhone SE2 und spätere Modelle.

Der Analyst glaubt, dass das Coronavirus dem Technologiekonzern Apple schaden könnte, wie er in seiner neuen Investoreneinschätzung bekannt gibt. Die Schließung der Produktionsstandorte der Zulieferer Foxconn und Pegatron könnte die Herstellung von iPhones, iPads und AirPods verzögern, da zahlreiche chinesische Mitarbeiter ihre Tätigkeit nicht wiederaufnehmen können.

Marktforscher rechnen unterdessen mit Umsatzrückgängen im Smartphone-Geschäft. Im ersten Quartal könnten sich die Verkaufszahlen um bis zu 50 Prozent reduzieren, wie die Marktforscher von Canalys voraussagen. Es würde viel Zeit in Anspruch nehmen, bis Händler ihre Produkt-Roadmap in China ändern, was auch die Lieferung von 5G-Modellen bremsen werde. Die Firma IDC geht von einem 30-prozentigen Rückgang aus.

Begrenzte Businesstrips

Laut Kuo besteht ein Verspätungsrisiko für das iPad Pro und das günstige iPhone SE 2. Sollte es zudem keine Besserung hinsichtlich der Virus-Verbreitung geben, könnte sich auch das iPhone 12 beziehungsweise Produkte, deren Launch für 2021 vorgesehen ist, verspäten. Der Grund dafür: Apple-Manager müssen bereits jetzt nach China reisen, um die Produktion der für 2021 geplanten Geräte zu besprechen. Apple hat laut Appleinsider bereits angekündigt, Reisen nach China zu begrenzen.

Mit der Präsentation des iPhone 12 wurde ursprünglich für September gerechnet. Vermutlich wird diese immer noch stattfinden. Allerdings könnte es sein, dass das Smartphone nicht wenige Wochen nach der Präsentation verfügbar sein wird, sondern womöglich erst Monate später. Eine andere Möglichkeit ist, dass nach der ersten Charge das iPhone 12 für ein paar Wochen oder Monate ausverkauft ist.

Wesentlicher Standort wiedereröffnet

Der Fertiger Foxconn hat unterdessen mit einer Verspätung von mindestens einer Woche die Erlaubnis der Regierung erhalten, die Produktion in Zhenghzhou wiederaufzunehmen. Dieser Standort, auch „iPhone City“ genannt, ist der kritischste Produktionsstandort für das iPhone 11 und das kommende neue Einsteiger-iPhone. Ein weiterer Standort in Shenzhen wurde ebenfalls wiedereröffnet. Zahlreiche andere bleiben allerdings noch geschlossen.