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08/19/2019

Kinder- und Jugendtarife für Handys: Günstiger aber mit Tücken

Fast jeder Mobilfunkanbieter bietet Kinder- und Jugendtarife an, die deutlich preiswerter sind.

Viele Kinder bekommen während der Schulzeit ihr erstes Handy und sind somit für Eltern und Freunde erreichbar. Das Mobilfunk-Vergleichsportal tarife.at hat ermittelt, worauf Eltern bei der Wahl des passenden Tarifs achten sollen.

Denn davon gibt es genug: „24 Kinder- und Jugendtarife gibt es derzeit am Markt – das sind fast doppelt so viele als noch vor einem Jahr. Damit sind Kinder ein nicht zu unterschätzender Markt“, sagt Maximilian Schirmer, Geschäftsführer von tarife.at. Bei den meisten Angeboten ist ein Smartphone miteinbegriffen und bindet Kunden meist zwei Jahre. Das Angebot könne auch bei Überschreitung des Höchstalters noch weitergenutzt werden. „Vorsicht ist nur mit Ende der Vertragslaufzeit geboten“, sagt der Experte. 

34 Prozent bei Grundgebühr sparen

Tarife für Kinder und Jugendliche unterscheiden sich meistens. Klassische Jugendtarife weisen in der Regel mehr Datenvolumen auf, Kindertarife hingegen sind günstiger und bieten oft Überwachungsfunktionen für Eltern an.

Tarife für Kinder und Jugendliche sind durchschnittlich um 34 Prozent günstiger als vergleichbare Erwachsenentarife desselben Anbieters – im Extremfall sogar um bis zu 65 Prozent, wie der Kindertarif MyLife SIM XL von Drei. Häufig gebe es laut tarife.at beim Grundentgelt auch noch ein Handy ab 0 Euro dazu.

Altersüberschreitung vermeiden

Die Altersobergrenze ist je nach Anbieter unterschiedlich, das Angebot endet in den meisten Fällen aber mit dem 27. Geburtstag. Diesen gilt es rechtzeitig autonom umzustellen, sonst können die Verträge automatisch auf einen Standardtarif umgestellt werden. Das Vergleichsportal rät Konsumenten, insbesondere bei Angeboten, bei denen ein Handy inbegriffen ist und somit eine längere Vertragsbindung haben, sehr genau auf den Vertrag zu achten.

Schlechtere Angebote für Neukunden

Wer bereits über einen Handy- oder Internetvertrag verfügt, bekommt bei dem jeweiligen Mobilfunkanbieter meist bessere Angebote als Neukunden. Kinder- und Jugendtarife sind dennoch oft von den Angeboten für Bestandskunden ausgenommen, daher empfiehlt tarife.at klassische Kinder- und Jugendtarife. Verträge für Minderjährige müssen über die Eltern angemeldet werden.

Guthaben auf Kind übertragen

Manche Mobilfunkanbieter bieten sogar Wertkartentarife mit Gruppenfunktionen. So können Eltern ihr Guthaben innerhalb der Gruppe auf die Rufnummer der Kinder übertragen. Hat ein Elternteil beispielsweise 100 Euro auf seiner Wertkarte, kann es beispielsweise 10 Euro monatlich auf die Rufnummer des Kindes übertragen.