Vom Strahlenmesser bis zum Inhaliergerät: Das sind unsere Lieblings-Gadgets 2025.
Das sind unsere Lieblings-Käufe 2025
Als überkritischer Tech-Journalist macht man sich das Leben manchmal aus der Berufung heraus schwer. Jedes Teil, das man kaufen will, wird stundenlang gegoogelt und jedes Review dazu erst mal unter Generalverdacht gestellt, gefaked zu sein.
Und hat man sich endlich entschieden und ein Produkt gekauft, wird jedes noch so unwesentliche Manko beäugt und hinterfragt, ob man die richtige Entscheidung getroffen hat. Dennoch gibt es sie – die Errungenschaften, mit denen man happy ist. Hier ist das Best-of der futurezone-Redaktion.
Gregor
Mein Hardware-Highlight des Jahres ist unscheinbar, so klein wie eine Streichholzschachtel und misst Radioaktivität. Raysid misst dabei nicht nur, wie stark etwas strahlt, sondern auch, was genau da strahlt. Durch die Spektralanalyse werden etwa Uranglas und Radium-Farbe erkannt. Das klingt zwar total nerdig, ist aber auch unglaublich spannend.
Raysid ist klein und unscheinbar, statt auf einem Display werden die Werte am Smartphone angezeigt
© Gregor Gruber
Floh- und Antiquitätenmärkte werden zum Radioaktiv-Jagdgebiet und prinzipiell wird alles immer und überall gemessen – auch wenn die Lebenspartnerin mit den Augen rollt, wenn man wieder mal den Raysid zückt. Sogar im Baumarkt kann man fündig werden oder auf Plätzen mit Pflastersteinen.
➤ Mehr lesen: Strahlenmesser Raysid im Test: Auf der Jagd nach Radioaktivität
Der größte Nachteil an dem Gadget ist der Preis: Die Variante mit der besten Auflösung kostet 700 Euro. Dafür bekommt man aber deutlich mehr Funktionen und einen bequemen Eintritt in die faszinierende Welt der Radioaktivität, als mit einem 80-Euro-Geigerzähler von Amazon.
Florian
Ein einziges riesiges Gadget-Highlight aus dem vergangenen Jahr kann ich nicht liefern. Dafür habe ich gleich mehrere kleine Highlights, die mir den Alltag erleichtern und jeweils nur eine Handvoll Euro gekostet haben.
Günstige AirTag-Alternative
Nachdem ich im Frühjahr meinen Schlüssel verloren (und mit viel Glück wiederbekommen) habe, habe ich mich endlich dazu durchgerungen, einen Bluetooth-Tracker daran zu befestigen. Ein AirTag von Apple war mir aber ein bisschen zu teuer. Seither kann ich meinen Schlüssel mit dem Reyke Smart Tag Pro tracken. Mit nur 22 Euro kostet das 4er-Pack weniger als ein einziger Apple AirTag. Dafür muss man aber auf eine genauere UWB-Ortung verzichten.
➤ Mehr lesen: Apple AirTag vs. günstige Alternative: Lohnt sich das teure Original?
Reyke Smart Tag Pro
© Reyke
Extrem praktisch
Wieso ich mir nicht schon längst einen Multi-USB-Charger gekauft habe, ist mir unverständlich. Das kann mehrere Geräte gleichzeitig per USB-C und/oder USB-A aufladen und benötigt nur einen Steckplatz. Auf eine wahnsinnig hohe Ladeleistung kommt man damit unter Umständen nicht, aber gerade für Reisen ist ein solches Ladegerät überaus praktisch.
Multi-USB-Charger gibt es in zahlreichen Varianten - je nachdem, welche Geräte man damit aufladen möchte. Ich habe zu diesem Ladegerät gegriffen: Es kostet nur 15 Euro.
Multi-USB-Charger
© sccvee
Für das Fahrrad
Weil sie mir nach wenigen Tagen gestohlen wurde, habe mir im vergangenen Jahr eine Handy-Halterung für das Fahrrad gleich 2-mal gekauft. Man könnte argumentieren, dass die Halterung vom Straßenverkehr ablenkt. Wenn man durch die Stadt navigiert, ist sie aber mehr als praktisch – natürlich auch, um Nachrichten und die Musikwiedergabe im Blick zu haben.
Handy-Halterungen für das Fahrrad gibt es viele, ich habe zu dieser Halterung gegriffen, weil sie das Smartphone fest umklammert. Sie ist zwar etwas klobig und sieht nicht schön aus, dafür sitzt das Handy aber wirklich fest auf der Lenkstange. Kostenpunkt: 18 Euro.
Lamicall Handy-Halterung für das Fahrrad
© Lamicall
Eine Toolbox
Und noch ein praktisches Tool habe ich mir in den vergangenen Monaten zugelegt. Es ist tatsächlich wortwörtlich ein Werkzeug, ein ganzer Werkzeugkoffer, um genau zu sein.
Die vielen verschiedenen kleinen Schraubenzieher und sonstigen Tools eignen sich perfekt, wenn man an Elektronikprodukten herumschrauben will. Mit einem Preis von nur 11 Euro lohnt sich dieser Werkzeugkoffer allemal.
Werkzeugkoffer von Jorest
© Jorest
Sandra
Im Frühling dieses Jahres war ich auf der Suche nach Kopfhörern, die verschiedene Kriterien erfüllen müssen. Sie sollten nicht zu teuer und möglichst klein sein, und dabei einen einigermaßen guten Sound liefern. Wichtig war mir auch, eine Noise-Cancelling-Funktion zu haben, um nervige Umgebungsgeräusche ausblenden zu können.
Auf Basis einer Empfehlung von meinem Kollegen habe ich mich für die Soundcore Liberty 4 NC-Bluetooth-Kopfhörer von Anker entschieden und bin bis heute sehr zufrieden damit. Sie erlauben mir nicht nur, mich dank der Noise-Cancelling-Funktion zurückzuziehen, sondern waren mit rund 50 Euro auch kein allzu großes Investment.
Soundcore Liberty 4 NC-Bluetooth-Kopfhörer von Anker
© Anker
Ich wusste schon vorab, dass sie überdurchschnittlich viel Belastung aushalten müssen und das tun sie. Denn auch wenn man sie noch so gut vor 2 Babykatzen versteckt, finden diese die kleinen Kopfhörer irgendwann und lieben es, diese von Regalen zu schmeißen oder reinzubeißen.
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Marcel
Es ist wieder Schnupfenzeit und alte Kindheitserinnerungen kommen hoch. Keine guten, ganz im Gegenteil: Bei einer triefenden Nase war das Allheilmittel bei uns zu Hause inhalieren. Das Gerät war schwer, laut und musste an der Steckdose hängen, damit der feine Nebel erzeugt werden konnte. 20 Minuten musste man also einfach dasitzen und sich benebeln lassen, während der Kompressor ohrenbetäubend vor sich hin brummte.
Die Inhalationstechnologie hat sich in den vergangenen 20 Jahren allerdings enorm weiterentwickelt. Moderne Geräte nutzen Ultraschall, sind nahezu geräuschlos und auch noch batteriebetrieben. Als Kind habe ich mir geschworen, meinen Kindern nicht die langweilige Tortur des Inhalierens anzutun. Mit diesem Gerät (knapp 32 Euro auf Amazon) habe ich es mir aber anders überlegt. Wir bleiben also eine Inhalierfamilie.
Batteriebetriebenes Inhaliergerät
© Au Yat
Thomas
Knochenschall-Kopfhörer
Lange Zeit sind Knochenschallkopfhörer an mir vorbeigegangen. Zu teuer, optisch gewöhnungsbedürftig und der konkrete Nutzen erschloss sich mir nicht. 2025 wagte ich dann doch den Versuch und bestellte ein günstiges Modell, die Sanag B22S. Ich war überrascht, wie praktisch diese Kopfhörer im Alltag sind.
Sanag B22S
© Sanag
Der größte Vorteil: Die Ohren bleiben komplett frei. Man hört die Türklingel, kann sich mit anderen Menschen unterhalten und nimmt die Umgebung weiterhin wahr. Ein kurzer Druck auf Pause genügt, und man kann sich normal unterhalten, ohne erst Kopfhörer entfernen zu müssen. Außerdem entfällt das unangenehme Druckgefühl, das nach stundenlangem Tragen von In-Ears entsteht.
➤ Mehr lesen: Ohren auf! 4 Kopfhörer-Arten, die euch nicht vollkommen abschirmen
Im Straßenverkehr kann man Musik hören, ohne vielleicht wichtige Verkehrsgeräusche zu übertönen. Um einen Podcast bei der Radfahrt zu hören, reicht die Lautstärke zwar nicht, aber das ist vermutlich eh besser, damit man nicht so abgelenkt ist. Das konkrete Modell habe ich damals um rund 20 Euro bei Aliexpress bestellt. Bei Amazon finden sich einige Alternativen.
Akku-Fahrradpumpe
Mein zweiter Kauf des Jahres war eine akkubetriebene Fahrradpumpe (40 Euro bei Amazon). Auch hier erschließt sich der wahre Nutzen erst, wenn man das Gerät tatsächlich besitzt. Der entscheidende Vorteil für mich ist die kompakte Größe. Denn bei herkömmlichen Pumpen steht man vor der Wahl: Entweder groß und komfortabel zu bedienen oder kompakt und katastrophal zu handhaben.
Cycplus Fahrradpumpe
© Cycplus
Die Cycplus kann bei jeder Reise schnell in den Rucksack und pumpt das Fahrrad vor der Fahrt in kurzer Zeit auf. Zudem ist sie ein Akkupack (lädt zwar nur langsam, aber zur Not geht’s) sowie eine LED-Taschenlampe. Eine Akkuladung reicht für einige Pumpvorgänge.
Über die ganz kleinen elektrischen Pumpen für den Patschn unterwegs hab ich mich noch nicht drüber getraut. Vielleicht nächstes Jahr…
Jana
Im Oktober hat eine Cube-750-Eismaschine meine vorherige – sie stammte aus dem Jahr 1987 – abgelöst. Dieses Upgrade ist der Grund, warum ich jetzt nicht nur allzeit frisches Gebäck im Haus habe, sondern zusätzlich auch noch immer selbstgemachtes Eis.
Der 16 Kilogramm schwere Edelstahlwürfel wird im Norden Italiens handgefertigt. Im Vergleich zu anderen Küchengeräten, die derzeit am Markt sind, ist sie überaus simpel gebaut: Es gibt nur 2 Schalter – einen für die Kühlfunktion, einen für das Rührwerk – und eine mechanische Uhr zum Aufziehen. Touchscreens mit mehrstufigen Menüs, wie sie etwa mein ebenfalls dieses Jahr erstandener Blender hat, halte ich in der Küche für unsinnig und vor allem unpraktisch.
Dass die Cube 750 so aufs Wesentliche reduziert ist, finde ich daher wirklich erfrischend. Abgesehen davon hoffe ich, dass die Maschine, wenn nötig, leicht zu reparieren ist, und die Nutzungsdauer die ihres Vorgängers übertrifft – 2064 wäre das Ziel.
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Wie der Name sagt, fasst das Modell 750 Milliliter, auch der Preis liegt bei etwa 750 Euro. Der leistungsstarke Kompressor und der kräftige Motor verwandeln die oben eingefüllte Grundmasse in rund 25 Minuten in perfektes Eis. Das ist viel schneller als jede Kühlakku-Eismaschine das jemals könnte, noch dazu geht das theoretisch non-stop: Das heißt, nach dem Vanilleeis könnte ich direkt Frozen Yogurt machen und dann noch Orangen-Granita und Zwetschgen-Sorbet.
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