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26.05.2017

Nokia 3310: Sofort ausverkauft und Zweifel an Qualität

Das Nokia 3310 ist seit Montag offiziell in Österreich verfügbar, doch erst jetzt treffen langsam Geräte ein. Der Retro-Hype wird aber von zweifelhafter Qualität überschattet.

Der Hype um die Neuauflage des Nokia 3310 (zum futurezone-Hands-on) geht weiter: Seit Donnerstag ist das GSM-Handy in Großbritannien im Handel erhältlich. Doch die Nachfrage war offenbar größer als erwartet, denn das Gerät war bereits nach kurzer Zeit nirgendwo mehr verfügbar. „Wir arbeiten mit unseren Partnern zusammen und können bestätigen, dass das 3310 schon bald wieder verfügbar sein wird – wir bestätigen die Details so schnell wie möglich“, so Nokia Mobile in einem Posting auf der offiziellen Facebook-Seite.

Das Nokia 3310 in Bildern

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In Österreich ist das 3310 offiziell bereits seit dem 22. Mai verfügbar, das Gerät sucht man aber dennoch vergeblich. Bei den Händlern ist nach wie vor nur eine Vorbestellung möglich, ein Liefertermin wird nirgendwo angegeben. Eine Anfrage der futurezone bei Hersteller HMD Global läuft derzeit noch. Der Verkaufsstart hatte sich in den vergangenen Monaten mehrmals verschoben, wohl auch um die Produktionskapazitäten zu erhöhen, um der unerwartet hohen Nachfrage gerecht zu werden.

Bei A1 bereits erhältlich

Bei den Mobilfunkern sieht es bereits etwas vielversprechender aus: Laut A1 sei es „österreichweit begrenzt“ verfügbar. Demnach habe man bereits erste Lieferungen erhalten, wobei es eine Weile dauern könne, bis alle A1-Shops das Handy im Angebot haben. Zum Start ist das Gerät mit dem Tarif A1 Basic ab 0 Euro erhältlich, später wolle man es auch ohne Bindung mit einem Prepaid-Tarif (B.free) anbieten. Bei T-Mobile spricht man lediglich davon, dass man es „im Laufe dieses Sommers“ anbieten wolle. Ein genaues Datum kann man aber vorerst nicht nennen.

Zweifel an Qualität - Hohe Maßstäbe durch Vorgänger

Den Ruf des Originals, das als nahezu unzerstörbarer „Knochen“ galt, dürfte das 3310 aber nicht gerecht werden. So berichten verschiedene Quellen von negativem Feedback in Deutschland. Große Elektronikhändler würden dort zahlreiche Rückgaben verzeichnen – wohl auch, weil die Käufer von einer ähnlichen Belastbarkeit wie beim Vorgänger ausgegangen sind. Laut Garantievereinbarung muss der Hersteller das Gerät aber stets komplett tauschen, auch wenn es sich um reparierbare Schäden handelt - eine–Herausforderung in Anbetracht dessen, dass bereits die aktuelle Nachfrage kaum befriedigt werden kann.

Erste Tests des Geräts fallen ebenso durchschnittlich aus. Das neue 3310 sei im Vergleich zu anderen 2G-Handys maßlos überteuert, bietet wenig Funktionalität und lebe ausschließlich vom Retro-Faktor. HMD versucht, mit der Marke Nokia auf dem Smartphone-Markt Fuß zu fassen. Die Android-Modelle Nokia 3, 5 und 6 erhielten für ihre relativ gute Leistung zu günstigen Preisen sowie nahezu unverändertem Android gute Kritiken.