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29.03.2017

Rahmenlose Riesen: Samsung präsentiert Galaxy S8 und S8+

Es ist vollbracht: Samsung hat das S8 und das S8+ offiziell vorgestellt. Neben einem rahmenlosen Design soll vor allem ein von Microsoft kopiertes Feature überzeugen.

Samsung hat am Mittwochnachmittag in New York sein neues Flaggschiff-Smartphone Galaxy S8 und das S8+ (

zum Hands-on
) vorgestellt. Da bereits in den vergangenen Wochenzahlreiche Bilder, Fotos und technische Datendurchsickerten, waren die wichtigsten Informationen über das Smartphone schon im Vorfeld bekannt. So auch das wichtigste Detail: Das Design. Samsung setzt beim S8 auf einen 5,8 Zoll großen, gebogenen Bildschirm, der 84 Prozent der Front einnimmt. Üblicherweise bedeckt der Bildschirm bei aktuellen Smartphones lediglich 65 bis 75 Prozent der Vorderseite.

Samsung Galaxy S8 in Bildern

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Samsung Galaxy S8

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Samsung Galaxy S8

Samsung Galaxy S8

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Samsung Galaxy S8

Samsung Galaxy S8

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Samsung Galaxy S8

Samsung Galaxy S8

Samsung Galaxy S8

Samsung Galaxy S8

Samsung Galaxy S8

Samsung Galaxy S8

Samsung Galaxy S8

Samsung Galaxy S8

Samsung Galaxy S8

Samsung Galaxy S8

Samsung Galaxy S8

Dadurch mussten aber auch einige Elemente entfernt werden, zum Beispiel der sogenannte Home-Button. Diese Taste befand sich üblicherweise unter dem Bildschirm und wurde betätigt, um das Smartphone zu aktivieren oder um zum Startbildschirm zurückzukehren. Samsung liefert dennoch Ersatz: Der untere Bereich des Bildschirms kann gedrückt werden, sodass man die gleichen Funktionen wie beim Home-Button erhält.

Samsung Galaxy S8+ in Bildern

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Samsung Galaxy S8+

Samsung Galaxy S8+

Samsung Galaxy S8+

Samsung Galaxy S8+

Samsung Galaxy S8+

Samsung Galaxy S8+

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Samsung Galaxy S8+

Samsung Galaxy S8+

Samsung Galaxy S8+

Samsung Galaxy S8+

Samsung Galaxy S8+

Samsung Galaxy S8+

Samsung Galaxy S8+

Samsung Galaxy S8+

Samsung Galaxy S8+

Samsung Galaxy S8+

Samsung Galaxy S8+

Samsung Galaxy S8+

Durch die kompakte Bauweise bleibt das Smartphone trotz großem Bildschirm relativ klein. Mit 68,1 Millimeter Breite ist es rund einen Millimeter schmaler als das Vorgängermodell, das auf einen deutlich kleineren Bildschirm (5,1 Zoll) setzt. Neben dem S8 hat Samsung ein etwas größeres Modell, das S8+, vorgestellt. Dieses setzt auf einen 6,2 Zoll großen Bildschirm. Mit Ausnahme der Maße sind beide Modelle aber komplett baugleich. Lediglich der Akku wurde etwas vergrößert (3500 statt 3000 mAh), sodass das S8+ eine etwas längere Laufzeit bieten soll.

HDR, neues Bildverhältnis und flotter Speicher

Samsung verbaut in beiden Modellen einen an der rechten und linken Seite gebogenen Bildschirm, der mit 2960 mal 1440 Bildpunkten auflöst. Damit verzichtet man erstmals auf das branchenübliche 16:9-Bildverhältnis und setzt auf ein selbst entwickeltes Format. Durch den Wechsel auf 18,5:9 soll das Smartphone trotz großem Bildschirm schmal bleiben. Der Nachteil: Das S8+ ist wuchtige 159,5 Millimeter lang und kann dadurch nur mit Mühen mit einer Hand bedient werden. Wie das LG G6 unterstützt das als “Infinity” bezeichnete Super-AMOLED-Panel zudem HDR. Hier gibt es mehrere Konkurrenten - HDR10, Dolby Vision und Mobile HDR Premium. Während G6 die ersten beiden Standards unterstützt, setzt Samsung auf Mobile HDR Premium, das von der UHD Alliance entwickelt wurde.

© Bild: Michael Leitner
Beide Smartphones werden in Europa mit dem von Samsung entwickelten Exynos-Chip ausgestattet, der im 10-Nanometer-Verfahren hergestellt wurde. Die CPU soll im Vergleich zum S7 zehn Prozent mehr Leistung bieten, die GPU rund 21 Prozent mehr. Der SoC wird durch vier Gigabyte Arbeitsspeicher (LPDDR4) und 64 Gigabyte an internem Speicher (UFS 2.1) unterstützt. Dieser kann weiterhin auch per microSD-Karte um bis zu 256 Gigabyte erweitert werden. Der Akku unterstützt sowohl Schnellladen als auch drahtloses Laden, wobei hier sowohl die Standards von PMA als auch Qi vom Wireless Power Consortium unterstützt werden. In einigen ausgewählten Märkten, unter anderem den USA, soll auch Qualcomms Snapdragon 835 zum Einsatz kommen. Wie beim Vorgänger ist das S8 weiterhin vor Wasser und Staub geschützt (IP68).

Kamera, Sensoren und Assistentin

Die Kamera löst weiterhin mit zwölf Megapixel auf und verfügt weiterhin über einen Bildstabilisator. Auch die Lichtempfindlichkeit ist mit f/1.7 gleich geblieben. Samsung verspricht jedoch, dass die Kamera besser Aufnahmen ermöglichen soll, da der Bildsensor nun drei Bilder in Serie aufnimmt und automatisch die beste Aufnahme auswählt. Die Frontkamera wurde ebenfalls verbessert und kann nun Aufnahmen mit acht statt fünf Megapixel machen. Da der Fingerabdrucksensor bisher im Home-Button integriert war, musste Samsung diesen auf die Rückseite verfrachten. Der Sensor ist nun rechts neben der Kamera auf der Rückseite zu finden. Alternativ bietet das S8 aber auch andere biometrische Sensoren: Das Smartphone kann mithilfe spezieller Sensoren Augen oder Gesicht erkennen und entsperrt den Bildschirm, wenn der Benutzer erkannt wurde.

© Bild: Michael Leitner
Große Hoffnungen setzt Samsung in “Bixby”, der neuen intelligenten Assistentin des Konzerns. “Bixby” basiert auf der Technologie von Siri-Erfinder Dag Kittlaus, dessen Firma Viv von Samsung gekauft wurde. Der Nutzer kann “Bixby” über eine eigene Taste am Smartphone aktivieren und ihr Fragen stellen. So demonstrierte Samsung, wie “Bixby” eine Flasche Wein erkannte und Empfehlungen für passendes Essen abgab. Im Gegensatz zu anderen intelligenten Assistenten soll "Bixby" den Kontext hinter den Anfragen erkennen.

Zum Marktstart des S8 ist “Bixby” nur auf Koreanisch und Englisch sowie in Kombination mit Samsung-Apps verfügbar. Deutsch sowie die Unterstützung für Apps von Drittherstellern soll aber später folgen. Ein genaues Datum konnte man nicht nennen.

Continuum-Konkurrent und AKG-Kopfhörer

Mit dem Samsung DeX will man zudem Geschäftskunden locken. Das Smartphone kann in ein Dock gelegt werden, das mit Monitor, Tastatur und Maus verbunden wird. So lässt sich das leistungsfähige Smartphone als PC-Ersatz verwenden. Die Android-Apps werden auf einer Windows-ähnlichen Oberfläche angezeigt, Einschränkungen gibt es keine. So kann nahezu jede moderne Android-App auch auf dem Desktop verwendet werden - eine Idee, die Windows-Mobile-Nutzern bekannt vorkommen könnte. Das Feature “Continuum”, das in Windows 10 Mobile integriert wurde, funktioniert ähnlich. Laut Samsung werden auch VDI-Lösungen, unter anderem von Citrix und Amazon, unterstützt, sodass man per Fernzugriff einen virtuellen Windows-Rechner nutzen kann.

© Bild: Michael Leitner
Ebenfalls im Lieferumfang: Samsung Connect, die Antwort des Konzerns auf Apples HomeKit. Über die vorinstallierte App können Smart-Home-Geräte, wie Philips-Hue-Lampen, gesteuert werden. Zudem werden von Harman/Kardon gefertigte AKG-Kopfhörer mitgeliefert. Harman/Kardonwurde dieses Jahr von Samsung gekauft.

Ab Ende April für 799 Euro

Das Samsung Galaxy S8 und S8+ sollen ab dem 28. April in Europa im Handel erhältlich sein, auch in Österreich. Die Vorbestellung ist ab sofort möglich, die UVP für das S8 liegt bei 799 Euro. Das S8+ wird für 899 Euro angeboten. Samsung bietet ab dem 5. April zudem die Möglichkeit, das Smartphone an ausgewählten Standorten im Rahmen einer “Unbox Tour” auszuprobieren.

Neue Gear VR

Neben den neuen Smartphones präsentierte Samsung auch eine neue Version seiner 360-Grad-Kamera Gear 360. Diese kann nun Videos in 4K-Auflösung aufnehmen und 360-Grad-Videos in 2K-Auflösung als Livestream übertragen. Zudem wurde das Design der Kamera überarbeitet, die nun über einen Griff verfügt. Das neue Design wurde überarbeitet, da zahlreiche Gear-360-Nutzer den mitgelieferten Standfuß als Griff nutzten.

Hinter den beiden Fischaugenlinsen (f/2.2) befinden sich 8,4-Megapixel-Sensoren – ein „Downgrade“ im Vergleich zum Vorjahr, als zwei 15-Megapixel-Sensoren verbaut wurden. Zudem wurde der Akku etwas verkleinert (1160 statt 1350 mAh). Die Kamera ist mit aktuellen Samsung-Smartphones, iPhones sowie Windows-PCs und Macs kompatibel. Preis und Verfügbarkeit wurden noch nicht bekannt gegeben.