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Softwareprobleme: VW muss Auslieferung von Golf stoppen

Bei einer internen Qualitätsprüfung des neuen Golfs 8 hat Volkswagen einen Softwarefehler entdeckt, weshalb der Verkauf des Wagens nun gestoppt werden musste. Dabei käme es bei einzelnen Fahrzeugen zu einer „nicht verlässlichen Datenübertragung der Software“ am Steuergerät der Online-Connectivity-Unit, wie der Spiegel berichtet. Demnach soll der Notrufknopf nicht richtig funktionieren.

Die EU gibt seit 2018 vor, dass neue Fahrzeuge über eine solche Notruffunktion verfügen müssen. Deshalb sei die Auslieferung des neuen Golf 8 bereits am gestrigen Donnerstag gestoppt worden, teilte ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur Reuters mit. "Im Austausch mit den zuständigen Behörden prüfen wir das weitere Vorgehen zu den betroffenen Fahrzeugen."

Rückruf möglich

Ob die bereits ausgelieferten Fahrzeuge zurückgerufen werden muss, ist noch nicht entschieden. Der deutsche Autobauer wartet derzeit auf eine Entscheidung des zuständigen Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Dafür will VW gemeinsam mit den Behörden auch prüfen, wie viele Fahrzeuge von dem Problem betroffen sind. Laut Spiegel soll der Golf 8 aber weiter in der Fabrik in Wolfsburg produziert werden. Dort wird er zwischengeparkt, bis das Unternehmen den Fehler behoben hat und ein Update bereitstellen kann.

Es ist nicht das erste Mal, dass VW mit Softwareproblemen zu kämpfen hat. Bereits während der Produktion des Golf 8 traten immer wieder erhebliche Fehler auf, weshalb bisher nur 8.400 der ursprünglichen geplanten 100.000 Modelle gebaut wurden. Auch beim Elektro-Auto ID.3 berichteten Testfahrer von bis zu 300 Softwarefehlern pro Tag.

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