Solaranlage auf dem Dach

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Neuartige Solarschindeln können einfach genagelt werden

Das Unternehmen GAF Energy präsentierte kürzlich seine neue Solartechnologie auf der Technik-Messe CES in Las Vegas. Mit einem altbewährten Baumaterial, Nägeln, will die US-Firma ihre Solar-Schindeln auf Dächern anbringen. 

Massentaugliche Solar-Schindel

Wer früher eine Photovoltaik-Anlage auf seinem Dach installieren wollte, der musste dieses erst einmal von den alten Schindeln befreien, bevor die Solarpanele moniert werden konnten. Zahlreiche Unternehmen haben indes versucht diese Vorgehensweise zu vereinfachen. Bislang erwiesen sich Solarschindel in der Herstellung allerdings als zu teuer oder waren im Vergleich zu herkömmlichen Solarzellen weniger effizient.

GAF Energy möchte nun ein Produkt namens Timberline Solar auf dem Markt etablieren. Der Hersteller behauptet, es sei sogar zuverlässiger und billiger als das Solardach von Tesla, wie CNBC berichtet. Die Schindel sehen nicht nur so aus wie klassische Asphaltschindel, sondern lassen sich auch auf die gleiche Art und Weise verlegen. Wie bei herkömmlichen Dächern können Dachdecker*innen die Solarzellen einfach mit Nägeln befestigen.

Der Bedarf für das Produkt sei laut dem Hersteller riesig. Gegenüber Ars Technica hält Martin DeBono, CEO von GAF Energy, fest: "Die Dachdeckerbranche ist 20-30 Mal größer als die Solarbranche. In den Vereinigten Staaten erhalten jedes Jahr 200.000 bis 300.000 Menschen ein neues Solarsystem. Über 5 Millionen bekommen ein neues Dach." Durch die Solarschindel könne man die beiden Branchen effizient miteinander vereinen.

Kosten sind der Knackpunkt

Das Konzept, das hinter Solar-Schindeln steckt, ist nicht neu. Tesla vertreibt bereits seit mehreren Jahren Solarzellen, die normalen Panelen um nichts nach stehen. Allerdings sind die Tesla-Schindel besonders teuer. Erst letztes Jahr hat das Unternehmen den Preis für seine Solardächer erheblich erhöht.

Wie tief man für die Timberline Solar-Schindel in die Tasche greifen muss, ist bislang noch unklar. Gegenüber Ars Technica sagte GAF-CEO DeBono allerdings: "Ein Hausbesitzer wird für ein GAF-Solardach nicht mehr bezahlen, als wenn er ein neues Dach kaufen und eine Solaranlage darauf anbringen lassen würde". Der Preis variiere je nach Markt, sei aber jedenfalls günstiger als ein Tesla-Solardach.

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