Sonos Ray im Test

Sonos Ray im Test

© Sonos/futurezone

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Sonos Ray: Die günstige Soundbar im Test

Die Sonos Ray ist ein Top-Produkt, das allerdings unter einem maßgeblichen Manko leidet.

Sonos hat mit Beam und Arc bereits 2 Soundbars im Angebot. Mit 499 und 999 Euro zählen die beiden Lautsprecher nicht unbedingt zu den günstigsten Geräten in diesem Segment. Mit dem neuen Sonos Ray bringt der Audiospezialist nun eine weitere Soundbar, die in erster Linie durch ihre kompakte Größe und ihren vergleichsweise niedrigen Preis überzeugen kann.

Ich habe die Sonos-Ray-Soundbar unter die Lupe genommen und mir angesehen, in welchen Bereichen der TV-Lautsprecher überzeugen kann und welche Schwachpunkte es gibt.

Pro & Contra

Pro

  • Top Klangqualität
  • Hohe Wiedergabequalität von Dialogen
  • Zeitlos modernes Design
  • Niedriger Preis (für Sonos-Verhältnisse)

Contra

  • Wenig verfügbare Anschlüsse
  • Funktioniert nur im abgeschotteten Sonos-System

Sonos Ray in Bildern

Ersteindruck und Design

Positiv aufgefallen ist mir auf den ersten Blick die kompakte Größe der neuen Soundbar. Mit ihren Maßen passt sie wohl unter jedes TV-Gerät beziehungsweise ist es damit nicht allzu schwer, einen passenden Platz zu finden.

Ebenso hinterlässt das Design des Lautsprechers einen durchwegs angenehmen Eindruck: Die beiden Farbvarianten (mattes Schwarz und mattes Weiß) sind zeitlos und wirken modern. Außerdem fügt sich das Gerät mit seinem schlichten Look unauffällig in das Wohnzimmer-Design ein.

Das Setup

Die Inbetriebnahme ist bei Sonos-Produkten generell extrem einfach und besonders gut gelöst. Man kann dabei eigentlich nichts falsch machen: Schaltet man die Soundbar erstmals ein, erscheint bereits in der Sonos-App ein Pop-up, mit dem der Setup-Prozess gestartet werden kann.

Die Verbindung mit dem WLAN und mit einem bestehenden Sonos-System laufen dabei vollautomatisch im Hintergrund und sind in wenigen Augenblicken erledigt. Bleibt nur noch die Kabelverbindung mit dem TV-Gerät und schon ist Sonos Ray einsetzbar.

Sonos Ray: Einrichtung und App-Interface

Das große Manko

Das Stichwort "Kabelverbindung" bringt mich zum größten Manko der Ray-Soundbar und eigentlich zum größten Schwachpunkt bei Sonos-Lautsprechern im Allgemeinen. Denn die Sonos Ray kann lediglich per optischen Audio-Output mit einem TV-Gerät verbunden werden.

Eine Verbindung mittels HDMI, einem koaxialem Audiokabel oder herkömmlichen Cinch-Kabeln ist ebenso wenig möglich, wie eine Bluetooth-Verbindung. Und die für Sonos übliche WLAN-Verbindung kann ausschließlich zur Musik-Wiedergabe genutzt werden.

Bevor man sich eine Sonos Ray kauft, sollte man auf jeden Fall sicherstellen, dass die Soundbar auch entsprechend an das TV-Gerät angeschlossen werden kann. Vor allem bei günstigeren Fernsehern und Beamern ist ein optischer Audio-Eingang keine Selbstverständlichkeit.

Sonos Ray: Rückseite, Anschlussmöglichkeiten

Beschränkte Flexibilität

Grundsätzlich ist ein Sonos-System eine feine Sache: Über die Sonos-App am Smartphone hat man Zugriff auf alle möglichen Streaming-Services. Die kabellose Installation, gepaart mit der perfekt umgesetzten Multi-Room-Funktion, hebt Sonos von Konkurrenz ab.

All das hat aber eben einen großen Haken: Denn das Sonos-System lässt keine beziehungsweise nur sehr begrenzt alternative Abspielquellen zu. Wer etwa einen Plattenspieler hat, die Geräte per Bluetooth füttern will oder ein Gerät einfach nur per Cinch oder Klinke anschließen möchte, muss entweder darauf verzichten oder die passende Sonos-Komponente teuer dazukaufen.

Auch Ray stellt hier keine Ausnahme dar. Insofern ist die neue Sonos-Soundbar eine willkommene Erweiterung für ein bestehendes Sonos-System beziehungsweise der Beginn eines Sonos-Abenteuers. Oder aber man sieht von der Soundbar wegen der Einschränkungen aufgrund der wenigen Anschlussmöglichkeiten ab und greift zu einem Lautsprecher, der ein breiteres Angebot an verfügbaren Anschlüssen bietet.

Sonos Ray

Sonos Ray als TV-Lautsprecher

Die kompakte Soundbar leistet richtig gute Arbeit und erledigt ihre Aufgaben zu vollster Zufriedenheit. Auch wenn der Lautsprecher recht klein wirkt, kann er mit einem raumfüllenden Audio-Erlebnis punkten. Dass die Sonos Ray ein raffiniertes Gerät ist, zeigt sich unter anderem daran, dass die Bedienung mittels TV-Fernbedienung auf Anhieb problemlos funktioniert.

Egal ob ein actiongeladener Spielfilm, ein Interview, eine Dokumentation oder hauptsächlich Dialoge über das TV-Gerät flimmern: Die Sonos Ray ist mit dem passenden Sound zur Stelle. Und auch wenn der Soundtrack im Mittelpunkt stehen sollte, kann die Soundbar überzeugen.

Als praktisch haben sich die Einstellungsmöglichkeiten "Nachtmodus" und "Sprachverbesserung" erwiesen. Aktiviert man den Nachtmodus, wird die Intensität der lauten Klänge reduziert und gleichzeitig die Intensität von leisen Klängen gesteigert. Bei der Sprachverbesserung werden die typischen Sprachfrequenzen verstärkt, was zu einer besseren Klarheit bei Dialogen führt.

Sonos Ray zur Musikwiedergabe

Unabhängig vom TV-Gerät kann die Soundbar auch als herkömmlicher Lautsprecher zur Musikwiedergabe genutzt werden. Hier fügt sich die Sonos Ray nahtlos in ein Sonos-System ein, wodurch die Soundbar zu einem weiteren Multi-Room-Speaker wird, der kabellos über das WLAN und die Sonos-App angesteuert werden kann.

Die Eckdaten

Sonos Ray

  • Maße und Gewicht: 55,90 x 9,50 x 7,1 Zentimeter (B,T,H); 1,95 Kilogramm
  • Audio-Architektur: 4 digitale Klasse-D-Verstärker; 2 Hochtöner, 2 Mitteltöner, Bassreflexsystem
  • Audioformate: Stereo PCM, Dolby Digital 5.1, DTS Digital Surround
  • Farbvarianten: Mattes Schwarz, Mattes Weiß
  • Anschlüsse: optischer Audio-Eingang, Ethernet, AirPlay 2, WLAN 802.11/b/g/n, IR-Port,
  • Sonstiges: keine Unterstützung eines Sprachassistenzsystems, mit Sonos-Lautsprecher als Surround-System nutzbar, optional verfügbare Wandhalterung
  • Preis: 299 Euro

Sonos Ray: Das Innenleben

Surround-Funktion und Lieferumfang

Die Ray-Soundbar kann auch um Satelliten-Lautsprecher zu einem Surround-System erweitert werden. Allerdings muss man dafür zu den passenden Lautsprechern von Sonos greifen. Mit anderen Lautsprechern ist die Sonos-Soundbar nicht kompatibel.

Der Lieferumfang beinhaltet die notwendigsten Komponenten: optisches Audiokabel und Stromkabel. Für eine Wandmontage sind bei der Soundbar die entsprechenden Bohrungen auf der Rückseite bereits vorhanden. Die passende Wandhalterung kostet 49 Euro und muss extra gekauft werden.

Fazit

All jenen, die bisweilen auf die eingebauten Lautsprecher eines TV-Gerätes vertraut haben, ist die Sonos Ray ans Herz zu legen. Der Klang der Soundbar kann nämlich vollends überzeugen - unabhängig davon, welche TV-Inhalte wiedergegeben werden. Die Sonos Ray ist bestens dazu geeignet, die Qualität des Heimkino-Erlebnisses zu steigern.

Wer das TV-Gerät weniger oft benutzt und die Sonos Ray mehrheitlich als herkömmlichen Musiklautsprecher verwenden möchte, kann ebenso zur neuen Sonos-Soundbar greifen. Auch bei der Wiedergabe von Podcast, Musik oder Hörspielen gibt es an der Klangqualität nichts auszusetzen.

Der Schwachpunkt sind die wenigen Anschlussmöglichkeiten, die die Flexibilität des Lautsprechers stark einschränken. Dafür kann die Sonos Ray mit der Sonos-App und den zur Verfügung stehenden Streaming-Services punkten.

Was darüber hinaus für die neue Sonos-Soundbar spricht, ist der vergleichsweise niedrige Preis von 299 Euro. Die etwas größere Beam-Soundbar von Sonos kostet bereits 499 Euro, die leistungsstärkere und noch größere Arc-Soundbar kostet 999 Euro. Auch wenn es noch günstigere Soundbars gibt, sind die 299 Euro in die Sonos Ray gut investiert.

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Florian Christof

FlorianChristof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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