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18.11.2016

"Touch Disease": Apple startet iPhone-Reparaturprogramm

Nachdem der Fehler von Apple lange ignoriert wurde, hat der Konzern ihn nun zugegeben. Schuld sei allerdings kein Konstruktionsfehler, sondern zu starke Belastung.

Apple hat ein weit verbreitetes Problem, das es mit dem iPhone 6 Plus gibt, lange ignoriert. Von der „Touch Disease“ betroffene Geräte reagieren auf Fingereingaben gar nicht mehr oder lediglich verzögert. Außerdem taucht ein grauer Streifen an der oberen Seite des Bildschirms auf.

Nun hat der Konzern ein Reparaturprogramm gestartet. Demnach sind die Nutzer selbst für den Fehler verantwortlich: „ Apple hat festgestellt, dass einige iPhone 6 Plus-Geräte ein flackerndes Display oder Probleme mit Multi-Touch aufweisen, nachdem sie mehrmals auf eine harte Oberfläche fielen und anschließend weiter belastet wurden“, heißt es auf der entsprechenden Webseite.

Für die Reparatur verlangt Apple eine Servicegebühr von 167,10 Euro (in den USA 149 Dollar). Voraussetzung, um das Gerät zu diesem Preis reparieren zu lassen, ist ein ansonsten vollständig funktionsfähiges iPhone, dessen Displayglas nicht zersprungen oder zerbrochen ist.

Rückzahlung

Anwender, die ihr Handy bereits zu einem höheren Preis von Apple reparieren haben lassen, bekommen den Differenzbetrag erstattet. Das Programm kann nur von Besitzern eines iPhone 6 Plus in Anspruch genommen werden. Nutzer eines iPhone 6, das in seltenen Fällen angeblich auch von dem Fehler betroffen ist, müssen nach wie vor den vollen Betrag zahlen.

In den USA kam es aufgrund des Fehlers bereits zu einer Sammelklage, der sich über 10.000 iPhone-Besitzer angeschlossen haben.