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Visa-Karte von Bitpanda erlaubt in Bitcoin und Gold zu zahlen

Die österreichische Kryptobörse Bitpanda hat eine eigene Visa Debit Card angekündigt, die das Bezahlen im Alltag mittels Kryptowährungen, aber auch anderen Wertanlagen wie Gold oder Silber wesentlich erleichtern soll. Nutzer der Plattform können in der App ihre bevorzugte Währung einstellen, sei es jetzt Bitcoin, eine andere Kryptowährung oder auch Edelmetalle. Bezahlt man mit der Visa-Karte, wird die entsprechende Währung in Echtzeit einfach in Euro umgewandelt, um so den anfallenden Geldbetrag begleichen zu können. Der Verkäufer bekommt davon gar nichts mit.

"Nicht nur investieren, auch ausgeben"

"Alles, was mit Wertanlagen zu tun hat, ist mittlerweile digital - egal, ob es jetzt um Investitionen in Kryptowährungen und Edelmetalle oder allgemein um Geld anlegen geht. Was bisher aber nicht ging, war diese Assets auch einfach wieder ausgeben zu können", erklärt Bitpanda-Gründer Eric Demuth im Gespräch mit der futurezone. Das wolle man mit der neuen Visa-Debitkarte lösen. "Unserer Meinung nach ist das das fehlende Puzzleteil in der digitalen Finanzwelt."

Kosten fallen für die neue Karte keine an. Finanziert wird das Ganze allerdings über Tradinggebühren, die aber auch auf Bitpanda beim Wechseln von Kryptowährungen in Euro anfallen. Wer die eigene Euro-Wallet auf Bitpanda als Hauptquelle für Zahlungen ausgewählt hat, kann sich diese Gebühren ersparen. Das macht etwa Sinn, wenn man auf Bitpanda Pro bestimmte Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum zu geringeren Gebühren tauscht und den Euro-Ertrag im Bitpanda-Account lässt.

Kein Apple Pay verfügbar

Während die Karte an allen NFC-fähigen Terminals verwendet werden kann und Google Pay sowie Samsung Pay unterstützt, fehlt die Integration mit Apple Pay noch. Das dürfte allerdings nicht an Bitpanda, sondern an Apple liegen. Denn während Visa wie auch etwa PayPal die Zeichen der Zeit erkannt hat und kaum mehr Berührungsängste mit dem Thema Kryptowährungen zeigt, gibt sich Apple noch zögerlich, was die Umsetzung derartiger Angebote betrifft.

Anders als Mitbewerber wie Crypto.com oder Swipe, die ihre Kredit- bzw. Debitkarten über die Erwerb und das monatelange Binden/Staking ihrer Plattform-Münzen (CRO, SXP) abwickeln, fällt diese Anforderung bei Bitpanda weg. Einige der angekündigten Benefits, wie ein Cashback von bis zu 2 Prozent in Bitcoin bei jeder Kartenbenützung sind aber ebenfalls an den Token der Plattform - in diesem Fall "BEST" gebunden. Je mehr Münzen des Bitpanda-Token man besitzt, desto höher der Cashback sowie der Rabatt bei den Transaktionsgebühren.

Wer allerdings nicht schon kräftig in den Bitpanda-Token investiert hat, schaut bei diesen Vergünstigungen und Belohnungen vermutlich durch die Finger. Denn um die erste VIP-Stufe zu erreichen, muss man zumindest 5000 BEST-Token besitzen. Bei einem aktuellen Preis von 0,27 Euro pro Münze ist folglich eine Investition von 1360 Euro notwendig. Das relativiert das attraktive Angebot der Gratis-Karte ein wenig.

User für Steuern selbst verantwortlich

So einfach das Konzept auf den ersten Blick sein dürfte, müssen neu eingestiegene Krypto-User lediglich beim Thema Steuerpflicht aufpassen. Denn wer ein Asset in Österreich oder Deutschland weniger als ein Jahr hält und dieses vor diesem Zeitpunkt wieder in Euro oder eine andere Kryptowährung umtauscht, muss den Gewinn voll versteuern. Bei Kleinbeträgen wie den Kaffee beim Bäcker fällt dies nicht wirklich ins Gewicht. Wer viel hin- und herwechselt, sollte das Thema allerdings im Auge behalten.

"Als Plattform, die in vielen Ländern tätig ist, können wir keine gültigen Steuerauskünfte geben, da die Gesetze in jedem Land verschieden sind. Wir bieten aber zusammen mit unserem Partner Blockpit eine Übersicht über alle getätigten Transaktionen an, mit der man gegebenenfalls zum Steuerberater gehen kann. Da Krypto und Aktien 2021 noch viel stärker zum Massenthema werden, wird sich in dem Bereich auch auf politischer Seite sicher noch einiges tun", ist Bitpanda-CEO Demuth überzeugt.

Die Bitpanda-Visakarte kann ab sofort vorbestellt werden. Die Auslieferung erfolgt ab 24. Februar.

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Martin Stepanek

martinjan

Erste Computer-Begegnung: Macintosh 128k (1984). Erster eigener Computer: Atari 520ST. Wissenschaftsverliebt. Alte-Musik-Sänger im Vienna Vocal Consort. Mag gute Serien. Und Wien.

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