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09/26/2020

Was sind die besten Gratis-Alternativen zu Microsoft Office?

Es muss nicht immer Office sein. Kostenlose Alternativen bieten viele Funktionen zum Nulltarif.

von Thomas Prenner

Seit einigen Jahren bietet Microsoft die neueste Version seiner Bürosoftware Office lediglich im Rahmen des Abo-Modells Office365 an, bei dem regelmäßig Kosten anfallen. Microsoft reagierte damit darauf, dass viele Kunden nach einem Einzelkauf der Software keinen Grund darin sehen, auf eine neue Version umzusteigen. Der Schritt zog allerdings auch viel Kritik nach sich. Das kommende Office-Paket wird der Konzern auch wieder wie gewohnt als Einmalkauf anbieten

Doch auch hier muss man sich die Frage stellen, ob sich die Kosten wirklich rentieren. Gerade dann, wenn man nur ab und zu Texte tippen oder einige simple Tabellen oder Präsentationen erstellen möchte, gibt es genügend kostenlose Alternativen, die sich dafür genauso eignen wie Microsofts Platzhirsch. Die futurezone zeigt die aktuell besten kostenlosen Alternativen zu Microsofts Office. 

Google Docs

Eine der ersten Anlaufstelle für kostenlose Bürosoftware ist das Web-basierte Google Docs. Hier werden die Programme direkt in einem Browser geöffnet und genutzt. Die optimale Unterstützung kommt naturgemäß in Googles hauseigenem Browser Chrome - Docs kann aber genausogut mit Firefox, Microsofts Edge oder Apples Safari verwendet werden. 

Google Docs teilt sich in verschiedene Apps auf. Das Textverarbeitungsprogramm ist Google Docs, Tabellen können in Google Tabellen erstellt werden, die Power-Point-Alternative heißt Präsentationen, außerdem gibt es mit Formulare noch ein Tool, um schnell und einfach Online-Formulare zu erstellen. 

Die Oberfläche von Google Docs ist intuitiv, wer sich in anderen Office-Programmen zurechtfindet, wird sich auch in den Google Apps schnell wohl fühlen. Die Apps unterstützen außerdem alle gängigen Dateiformate, die Dokumente können unter anderem in Microsoft-Formaten wie .docx oder .xlsx gespeichert werden. 

Einer der Nachteile an Google Docs ist, dass man ständig online sein muss, um es sinnvoll verwenden zu können. Zwar gibt es theoretisch die Möglichkeit, Docs offline zu verwenden, wirklich rund funktioniert das aber nicht. Dabei sollte man auch bedenken, dass alle Dokumente und Dateien, die man dort bearbeitet auch auf Google-Servern gespeichert werden. 

Ein Vorteil von Google Docs ist, dass man Dokumente auch problemlos mit anderen Menschen teilen und bearbeiten kann. Das Gegenüber braucht dafür auch keinen Google-Account, sondern lediglich einen Link zu der Datei. Ebenfalls gut an Google Docs ist der App-Support. Die Dokumente können auch einfach auf Android oder iOS geöffnet und bearbeitet werden. 

Libre Office

Das quelloffene Software-Paket Libre Office ist aus dem Projekt Open Office entstanden. Wer ein kostenloses Programmpaket möchte, das man wie von Microsoft Office gewohnt auf dem Computer installieren kann, ist hier an der richtigen Adresse. 

Libre Office ist in insgesamt 115 Sprachen verfügbar und besteht aus den Programmen Writer (Text), Calc (Tabellen), Impress (Präsentationen), Draw (Vektorgrafiken) und Base (Datenbanken). Die Programme funktionieren so, wie man es von Office, Excel und Co gewohnt ist, man dürfte sich also auch hier schnell zurecht finden. Ebenso können alle gängigen Dateiformate geöffnet und bearbeitet werden. 

Libre Office ist für Windows, macOS und Linux verfügbar und gilt als eine der umfassendsten und besten Open-Source-Projekte überhaupt. Es wird auch teilweise von Behörden und Verwaltungen eingesetzt - so ist Libre Office etwa auf Ämtern der Städte Barcelona oder Rom das Standard-Programm. 

Ein Nachteil von Libre Office ist, dass es noch keine Apps für Android und iOS gibt. Die Entwickler geben aber an, daran zu arbeiten. Vorerst verweisen sie stattdessen auf Collabora Office für Android und iOS, das auf Libre basiert. 

Apache OpenOffice

Auch Apache OpenOffice ist ein Spin-Off des früheren Open-Office-Projekts und ähnelt Libre Office sehr stark - sowohl beim Funktionsumfang als auch optisch, wenngleich Libre vielleicht eine Spur moderner aussieht. Auch hier installiert man sich das Paket wie gewohnt auf seinem Rechner. 

Auch werden alle gängigen Dateitypen unterstützt und können entsprechend geöffnet werden. Tendenziell wird Libre nachgesagt, etwas besser mit nativen Microsoft-Dateiformaten umgehen zu können, weswegen man sich vielleicht dafür entscheiden sollte, wenn man öfters Files mit Microsoft-Nutzern austauscht. 

Im Unterschied zu Libre wird Apaches OpenOffice nicht so oft mit Updates beliefert. Das hat einerseits den Nachteil, dass Fehler nicht so schnell behoben werden, andererseits aber auch den Vorteil, dass man nicht ständig aktualisieren muss. 

Verfügbar ist Apache Open Office für Windows, macOS und Linux, mobile Apps gibt es keine.

WPS Office

Früher unter dem Namen Kingsoft Office bekannt gibt es die Software WPS Office auch kostenlos in einer werbegestützten Version. Jene enthält Writer für Textverarbeitung, Presentation für Präsentationen und Spreadsheets für Tabellen. 

Die Software setzt auf eine moderne Aufmachung, die stark an Microsoft Office erinnert. Wer sich dort zurechtfindet, dürfte auch mit WPS Office keine Probleme haben.

Außerdem gibt es zahlreiche Vorlagen, auf deren Basis man Dokumente oder Präsentationen erstellen kann. Darüber hinaus gibt es auch in der kostenlosen Version Cloud-Speicher im Umfang von 1 GB. 

WPS Office ist für Windows macOS und Linux verfügbar. Zu den großen Stärken zählen die hervorragenden Apps für Android und iOS. Die Premium-Version kostet 30 Euro pro Jahr und bietet die Integration von 9 Geräten gleichzeitig. 

Microsoft Office Online

Oft übersehen wird, dass auch Microsoft selbst eine Gratis-Version von Office zur Verfügung stellt. Dabei handelt es sich aber um eine rein web-basierte Variante, also ähnlich wie bei Google Docs. Die Möglichkeit, Word, Excel und Co auf dem Computer zu installieren gibt es nicht. 

Die Programme bieten nicht den vollen Office-Funktionsumfang, für das schnelle Verfassen eines Textes oder einer simplen Präsentation reicht das Angebot aber allemal. Der Umstieg vom normalen Microsoft Office fällt entsprechend leicht, da die Oberfläche mehr oder weniger ident ist. Auch Schwierigkeiten hinsichtlich Kompatibilität von Dateien gibt es naturgemäß nicht. 

Um Microsoft Office Online zu verwenden, ist lediglich ein kostenloses Microsoft-Konto notwendig. Verfügbar ist Office Online auf sämtlichen Betriebssystemen über einen aktuellen Webbrowser. 

Und was soll ich jetzt verwenden?

Der unkomplizierteste Weg, um Office-Funktionalitäten auf den PC zu bekommen, ist das Verwenden von Google Docs. Die Software ist nicht nur kostenlos, sondern verfügt auch über eine erstklassige Anbindung an Handys und Tablets über mobile Apps. Parallel dazu ist es aber durchaus empfehlenswert, auch eine Offline-Version einer Office-Suite auf dem Rechner installiert zu haben. Gerade dann, wenn man über keine Internetverbindung verfügt und schnell einen Text anlegen möchte, ist das ratsam. Hier bietet Libre eine erstklassige Alterantive zum Nulltarif, die sogar noch Open Source ist. Je nach Geschmack können aber auch die anderen vorgestellten Alternativen gute Dienste leisten.

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