FILE PHOTO: Bill Gates, Co-Chair of Bill & Melinda Gates Foundation leaves the Elysee Palace in Paris, France

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Science

Bill Gates investiert in Raumfahrtunternehmen

Der Milliardär und Microsoft-Gründer Bill Gates investiert 65 Millionen Dollar in das Weltraum-Start-up Stoke Space aus Kent in Bundesstaat Washington. Und das, obwohl er sich zuvor gegen die Erschließung des Weltraums ausgesprochen hatte, die viele andere Milliardäre verfolgen.

Vielmehr wolle er sich auf die Probleme auf unserem Planeten konzentrieren, hieß es erst kürzlich.

Gesamten Globus aus dem All betrachten

Was Gates zu diesem Umdenken bewegt hat, lässt sich nicht gänzlich erschließen - die Entscheidung könnte laut einem Bericht von t3n mit dem Klimaschutz zusammenhängen. In einer Pressemitteilung verkündet Carmichael Roberts, Co-Leiter des Investitionsausschusses von Breakthrough Energy Ventures, dass es keine bessere Möglichkeit gebe, die Erde und die Schwere ihrer klimatischen Herausforderungen zu sehen, als den gesamten Globus aus dem Weltraum zu betrachten.

Breakthrough Energy Ventures ist der Dachname einer Vielzahl an Organisationen, die 2015 von Bill Gates gegründet wurden. Sie verfolgen das Ziel, Innovationen bei nachhaltiger Energie und anderen Technologien zur Reduktion der Treibhausgasemissionen zu beschleunigen.

Wiederverwertbare Rakete in Entwicklung

Stellen Sie sich vor, dass wir in der Lage sind, Waldbrände in jedem Land innerhalb von Minuten zu erkennen, Methanemissionen aus der Öl- und Gasindustrie in Echtzeit zu identifizieren, um sie zu sanieren, oder die Kohlenstoffvorräte weltweit zu überprüfen, um groß angelegte Märkte für den Kohlenstoffausgleich zu ermöglichen“, sagt Roberts weiter. Dies seien nur einige der weitreichenden Möglichkeiten, die ein besserer Zugang zum Weltraum durch fortschrittliche Satellitentechnologie bieten könne.

Das Start-up wurde von Andy Lapsa gegründet – ein ehemaliger Mitarbeiter von Blue Origin. Entwickelt wird eine komplett wiederverwertbare Rakete, die dem Starship von SpaceX ähnlich sein soll. Die sei so konzipiert, dass sie aus der Umlaufbahn zurückkommt und an einem präzisen Ort senkrecht landet und auch von dieser präzisen Position aus starten kann.

Fokus auf Statellitenstart

Primär wolle man sich darauf fokussieren, Satelliten ins All zu bringen – große Raumfahrtmissionen seien weniger angedacht. Als Treibstoff für die zweite Raketenstufe soll flüssiger Wasserstoff zum Einsatz kommen - für die erste Stufe Methan.

Zwar sind beide Brennstoffe nicht kohlenstoffneutral, laut Lapsa aber immerhin besser als Kerosin.

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