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Science
11/19/2020

Brustkrebsschnelltest für zuhause gewinnt James Dyson Award

Mit dem neuartigen Gerät soll Brustkrebsvorsorge zu einem Teil des täglichen Lebens werden.

Im Rahmen des James Dyson Awards werden Erfindungen gesucht, die Probleme lösen. Einem besonders wichtigen Problem hat sich die heurige Gewinnerin Judit Giró Benet verschrieben, nämlich dem Brustkrebs. 

Inspiriert durch die Diagnose bei ihrer eigenen Mutter hat sie mit “The Blue Box” ein Gerät entwickelt, das einen Brustkrebssschnelltest ermöglicht. Durchgeführt wird der Test mithilfe einer Urinprobe und eines Algorithmus auf Basis von künstlicher Intelligenz. 

Der Algorithmus ist auf spezifische Stoffwechselprodukte im Urin trainiert und liefert innerhalb kurzer Zeit eine Diagnose. Das Gerät ist darüber hinaus mit einer Smartphone-App verbunden, über das es bedient wird. Auch kann so im Falle eines positiven Tests sofort Kontakt mit einer medizinischen Fachkraft hergestellt werden. 

Vorteil

Der große Vorteil des Gerätes besteht darin, dass der Test sehr flexibel ist. So ist die Brustkrebs-Früherkennung aktuell nur mithilfe von invasiven, teilweise auch schmerzhaften Verfahren möglich. Darum verzichten viele Frauen auf Vorsorgeuntersuchungen, wodurch sich die Überlebenschancen bei einer Erkrankung verringern. Ziel des Projekts sei es, Brustkrebsvorsorge zu einem Teil des täglichen Lebens zu machen, wie es in einer Aussendung heißt.

Giró Benet forscht an der University of California an dem Gerät. In den nächsten Jahren soll weiter an dem Prototypen und an der dahinterstehenden Software gearbeitet werden. Als nächstes will man das Gerät für klinische Studien mit Menschen bereit machen. Auch stehen wichtige Patentanmeldungen an. Das Preisgeld für den James Dyson Award beläuft sich auf 35.000 Euro. Mit dem Preisgeld wolle sie die weitere Entwicklung vorantreiben, sagt Giró Benet.

Nachhaltigkeit

Der Gewinner des Preises für Nachhaltigkeit ist  AuREUS System Technology von Carvey Ehren Maigue. Er forscht an der Mapua University in Manila und nutzt Ernteabfälle, um Material für Photovoltaik-Anlagen herzustellen. Mit dessen Hilfe kann UV-Licht von sichtbarem Licht absorbiert und in Strom umgewandelt werden. 

Die transparenten Solarkollektoren erzeugen auch dann Strom, wenn sie nicht direkt zur Sonne gerichtet sind oder gerade keine Sonne scheint. Sie könnten künftig auf Fenstern oder Wänden von Hochhäusern angebracht werden, um so vertikale Solarfarmen zu ermöglichen. Aktuell werden Solarfarmen oft vertikal auf fruchtbarem Land errichtet, das auch als Ackerland genutzt werden könnte. 

Ehren Maigue sucht auch bereits nach Möglichkeiten, das Material neben Fenstern und Wänden auch auf anderen Oberflächen anzubringen, zum Beispiel auf Autos, Booten und Flugzeugen. Auch er bekommt ein Preisgeld von 35.000 Euro.

Österreich-Gewinnerin

Der nationalen James Dyson Award 2020 wurde bereits im September vergeben. Er geht an Carmen Maier, Studentin des Johanneums Graz, für ihr Konzept eines Überwachungssystems, das Schlafapnoe-Patienten vor möglichen Atemaussetzern schützt.

Bisherige Lösungen setzen auf Masken und Zugenschrittmachern mit wenig Tragekomfort. Maier hat hingegen ein Halsband entwickelt, das über Sensoren die Position des Kopfes und die Atmungsaktivität während einer Schlafperiode misst. Für ihre Entwicklung bekommt sie ein Preisgeld von 2.200 Euro.

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