© Esa/Rosetta/Navcam

Science
09/30/2020

Der “Gummienten”-Komet glüht

Da Kometen keine Magnetfelder besitzen, ist das Licht mit freiem Auge nicht erkennbar.

Der Tschuri genannte Komet 67P/Tschurjumov-Gerasimenko, der die Form einer Gummiente besitzt, glüht. Es ist die erste Aurora dieser Art, die bisher entdeckt wurde. Als Grundlage dienten Daten der Sonde Rosetta, die von der European Space Agency (ESA) aufgezeichnet wurden. Der Massespektrometer Rosina der Universität Bern lieferte Daten zur Dichte und Gas um den Kometen. 

Fernes UV-Licht

Die Aurora entsteht, wenn Elektronen von der Sonne auf Gaspartikel um den Kometen stoßen. Je näher sie dem eisigen Kern kommen, umso intensiver wird das Licht. Der Grund: Die Dichte der Wassermoleküle steigt. Wenn ein Elektron mit einem Wassermolekül zusammentrifft, erhöht sich die Energie. Die Wassermoleküle brechen und die Wasserstoff- und Sauerstoffatome gehen in einen angeregten Zustand über. Diese Energie wird als UV-Strahlung abgegeben. Die Aurora ist an den dichtesten Stellen am intensivsten und erstreckt sich über etwa 100 Kilometer vom Kern weg. 

Es ist im Grunde der gleiche Effekt, der bei Polarlichtern an der Erde beobachtet werden kann. Nur, dass dieses ferne UV-Licht mit menschlichem Auge nicht erkennbar ist. Der Grund, warum wir die Polarlichter auf der Erde sehen können, sind die Magnetfelder der Erde, die Kometen nicht besitzen. Die geladenen Solarwind-Partikel stoßen auf Atome und Moleküle der oberen Erdatmosphäre. Die Interaktion der geladenen Teilchen und der komplexen Erdatmophäre erzeugen diese farbenfrohen Lichter am Himmel. 

Die Studie wurde im Journal Nature Astronomy veröffentlicht.

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