© Nobel Media 2019. Illustration: Niklas Elmehed

Science
10/09/2019

Erfinder der Lithium-Ionen-Batterien erhalten Chemie-Nobelpreis

Die drei Forscher ebneten den Weg zu einer Welt ohne fossile Brennstoffe und hätten so "den größten Nutzen für die Menschheit erbracht".

Der Nobelpreis für Chemie 2019 geht an den US-Forscher John Goodenough, den Briten Stanley Whittingham und den Japaner Akira Yoshino für die Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien. Das gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften heute, Mittwoch, in Stockholm bekannt. Die Auszeichnung ist heuer mit neun Millionen Schwedischen Kronen (rund 830.000 Euro) dotiert.

"Größter Nutzen für die Menschheit"

"Durch ihre Arbeit haben sie die Voraussetzungen für eine drahtlose und von fossilen Brennstoffen freie Gesellschaft geschaffen und damit den größten Nutzen für die Menschheit gebracht", heißt es seitens des Nobelpreis-Komitees. Lithium-Ionen werden weltweit als Energiespeicher für unzählige Geräte von Smartphones bis hin zu E-Autos verwendet. 

Der Grundstein der Litium-Ionen Batterie wurde 1970 während der Ölkrise gelegt, um eine Möglichkeit zu schaffen, Energie ohne die Verwendung fossiler Brennstoffe zu speichern und nutzen. 1991 konnte durch die gemeinsame Arbeit von Whittingham, Goodenough und Yoshino die erste Lithium-Ionen-Batterie auf den Markt kommen. 

Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung zur einen Hälfte an die US-Forscherin Frances Arnold, zur anderen Hälfte an ihren Landsmann George Smith und den Briten Gregory Winter. Sie haben Methoden entwickelt, die die gleichen Prinzipien wie die Evolution nutzen und mit denen es möglich ist, etwa Biokraftstoffe, Arzneimittel und therapeutisch wirkende Antikörper umweltfreundlich herzustellen. Übergeben wird der Preis alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel.