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Science
08/25/2020

Erstmals bestätigt: Mann erneut mit Coronavirus infiziert

Laut Untersuchungen soll es sich um zwei verschiedene Corona-Virusstämme handeln.

In den Niederlanden und in Belgien haben sich zwei genesene Corona-Patienten einem Medienbericht zufolge erneut mit dem Virus angesteckt. Bei dem niederländischen Patienten handelt es sich um eine ältere Person mit einem geschwächten Immunsystem, der belgische Patient habe milde Symptome, berichtete der niederländische Rundfunksender NOS am Dienstag unter Verweis auf die Aussagen von Virologen.

Der Fall des Patienten in Belgien zeige, dass die Antikörper, die dieser bei der ersten Infektion entwickelt hatte, nicht ausreichten, um eine zweite Infektion mit einer leicht unterschiedlichen Variante des Virus zu vermeiden, sagte der Virologe Marc Van Ranst. „Das sind keine guten Nachrichten.“ Er sagte, es sei unklar, ob solche Fälle selten seien oder ob es viel mehr Menschen gebe, die sich nach sechs oder sieben Monaten erneut ansteckten.

Unterschiedliche Virusstämme

Erst am Montag hatte der Fall eines Mannes in Hongkong für Aufsehen gesorgt, der sich viereinhalb Monate nach seiner Genesung erneut mit dem Virus infizierte. Während er beim ersten Mal Symptome wie Fieber, Husten mit Auswurf und Kopfschmerzen hatte, blieb er bei der zweiten Infektion symptomfrei. Die Medizinische Fakultät der Universität von Hongkong hatte auf Twitter erklärt, den weltweit ersten Fall einer erneuten Covid-19-Infektion nachgewiesen zu haben. Der Fall deute darauf hin, dass „die Immunität nach einer natürlichen Infektion von kurzer Dauer sein kann“.

Der Patient habe sich laut Forschern bei der zweiten Infektion nachweislich mit einem anderen Coronavirus-Stamm infiziert als beim ersten Mal. Das lässt grundsätzlich darauf schließen, dass es sich nicht um eine verlängerte Erkrankung handelte, sondern um eine echte Neuinfektion. Das Virus war bei ihm nach der Rückkehr von einer Spanien-Reise mit Zwischenstopp in Großbritannien festgestellt worden. Der erste Virusstamm sah aus wie jener, der im April und März in den USA und Großbritannien nachgewiesen wurde – der zweite wurde ebenfalls in Großbritannien sowie in der Schweiz entdeckt, berichtet Ars Technica.

Genetische Untersuchungen nötig

Eine echte Neuinfektion, wie in den Fällen in den Niederlanden, Belgien und Hongkong, erfordert nach Einschätzung von Virologen eine genetische Untersuchung des Virus sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Infektion. Nur so sei festzustellen, ob sich die beiden Virus-Fälle geringfügig unterscheiden oder die erste Infektion erneut aufgeflammt ist.

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