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Science
04/06/2020

Forscher machen aus Coronavirus Musik

Durch das Umwandeln der Proteinstruktur in Töne erhoffen sich Wissenschaftler, schneller Medikamente entwickeln zu können.

Das neuartige Coronavirus ist weltweit für mehr als eine Million Infizierte verantwortlich - Tendenz steigend. Über die katastrophalen Auswirkungen der Krankheit wissen wir mittlerweile sehr viel. Wir wissen auch, wie das Virus aussieht - sogar seine Vertreter in Österreich wurden schon in Bildern festgehalten

Nun lassen Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) das Virus auch erklingen, wie Science.com berichtet. Die Instrumente, die man in der Sequenz hört, repräsentieren verschiedene Eigenheiten des Virusproteins. 

Wie alle Proteine ist auch das Coronavirusprotein aus Aminosäuren aufgebaut. Jede Aminosäure bekommt von den MIT-Wissenschaftlern eine bestimmte Note. Die Länge und Intensität jeder Note wird durch die Eigenschaft der Aminosäurenkette bestimmt. 

Das Ergebnis klingt anschließend so:

Warum eigentlich?

Die Forschung klingt nicht nur außergewöhnlich, sondern hat auch noch einen ganz anderen Hintergrund. Die Wissenschaftler erhoffen sich dadurch, Stellen in dem Protein zu finden, wo sich Antikörper oder Medikamente binden können. Identifizieren könnten sie diese Stellen, indem sie bestimmte Musiksequenzen hören. Dies sei schneller und für Menschen intuitiver als herkömmliche Methoden zur Untersuchung von Proteinen, wie es heißt.

Bei der Tonsequenz handelt es sich nur um eine Interpretation der Wissenschaftler. Sie haben sich für das traditionelle japanische Saiteninstrument Koto entschieden, um die Hauptstimme zu spielen.

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