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Science
11/04/2020

Mysteriöses Signal stammt aus unserer Galaxie

Astronomen analysierten Fast Radio Bursts, die von einem Magnetar aus dem Inneren der Milchstraße stammen.

Fast Radio Bursts (FRB) sind kurze, aber extrem energiereiche Signale. Sie geben Forschern noch immer Rätsel auf und befeuern Theorien darüber, dass sie von Außerirdischen stammen könnten. Nun haben Forscher das erste FRB analysiert, dass in unserer Milchstraße gemessen wurde. Sie sehen darin die Theorie bestärkt, dass Magnetare, also Neutronensterne, für sie verantwortlich sind.

Das Signal FRB 200428 wurde zwischen April und Mai erstmals gemessen. Damals hatten Wissenschaftler den Magnetar SGR 1935+2154 als Ursprung identifiziert. Bis dahin hatte man nur Vermutungen darüber anstellen können, was diese Lichtblitze auslösen könnte.

Energiewelle trifft Trümmer

Sie stellten die Hypothese auf, dass Magnetare eine Energiewelle ausstoßen. Diese reagiert mit dem Trümmerfeld, das sich um den Magnetar gebildet hat. Sie entstehen aus besonders massereichen Sterne und nach einer Supernova. 

Gleich 3 Studien wurden dazu nun im Fachmagazin Nature veröffentlicht, die den Magnetar als mögliche Quelle des FRB analysieren. „Wir haben berechnet, dass ein derart intensiver Ausbruch aus einer anderen Galaxie nicht von anderen Fast Radio Bursts unterscheidbar ist. Das bestärkt die Theorie, dass Magnetare zumindest für einige FRBs verantwortlich sind“, erklärt Pragya Chawla von der McGill Universität in einem Statement.

Radiowellen und Röntgenstrahlen

Um sicher nachweisen zu können, dass FRBs von Magnetaren ausgehen, müssten gleichzeitig Radiowellen und Röntgenstrahlen gemessen werden. Denn beim Zusammenprall zwischen Energiewelle und Trümmerfeld müsste beides entstehen und auf der Erde messbar sein, wenn der Ursprung nah genug liegt. Das konnten die Wissenschaftler bei SGR 1935+2154 nachweisen.

Diese Erkenntnis erkläre allerdings nicht alle Signale, merkt Paul Scholz von der Universität Toronto an: „Angesichts der großen Lücken bei der Energie und Aktivität zwischen den hellsten und aktivsten FRB-Quellen und dem, was wir bei Magnetare beobachten, sind vermutlich Messungen von jüngeren, energiereicheren und aktiveren Magnetare erforderlich, um alle FRB-Beobachtungen zu erklären.“

Weitere Messungen sollen zukünftig weitere Hinweise darauf suchen, dass FRBs aus Magnetaren entstehen. Eingesetzt werden dafür neben CHIME in Kanada auch das Radioteleskop FAST in China und STARE2 in den USA. 

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