FILES-INDIA-SPACE-SCIENCE-MARS

© APA/AFP/ISRO/HANDOUT / HANDOUT

Science
10/16/2019

NASA-Ingenieur ist überzeugt, dass es Leben am Mars gibt

Eine Mars-Mission in den 1970er Jahren soll bei Bodenproben Mikroben am Roten Planeten entdeckt haben. Die Tests sind allerdings umstritten.

Gilbert Levin, ein NASA-Ingenieur, der in den 1970er Jahren an den Viking-Missionen zum Mars mitgearbeitet hat, ist davon überzeugt, dass die NASA damals Beweise für Leben am Mars gefunden hat. In einem am Dienstag im Magazin „Scientific American“ veröffentlichten Artikel berichtet er über eine Reihe von Tests, die damals von zwei Raumsonden an der Mars-Oberfläche durchgeführt wurden.

Mehrere Tests sollen positive Ergebnisse für die Existenz von Mikroben ergeben haben. Laut Levin basierte einer der Tests auf demselben Experiment, das der französische Chemiker Louis Pasteur im 19. Jahrhundert zum Nachweis der Existenz von Mikroben durchführte.

„Unspezifisch und wenig schlüssig“

Die Tests sind allgemein bekannt und wurden von Wissenschaftlern auch bereits auf ihre Plausibilität untersucht. Eindeutige Ergebnisse sollen sie, wie The Next Web berichtet, aber nicht geliefert haben. Kritiker sind der Ansicht, dass die Tests unspezifisch und wenig schlüssig seien. Laut Levin hat es die NASA aber versäumt, weitere Studien durchzuführen, um die Ergebnisse genauer zu überprüfen.

Nicht nur für Astronauten bedrohlich

Er ist darüber besorgt, dass wenn in naher Zukunft tatsächlich Menschen den Mars betreten werden, sie auf Weltraumkeime stoßen könnten. Die, schreibt Levin, seien nicht nur für die Astronauten bedrohlich. Denn wenn die Astronauten auf die Erde zurückkehren, könnten sie sich auch auf der Erde ausbreiten und fatale Auswirkungen haben.

In seinem Artikel fordert Levin die NASA auf, die Testergebnisse noch einmal detailliert zu untersuchen und auch weitere Hinweise auf mögliches Leben auf dem Mars in die Untersuchungen miteinzubeziehen.