So soll der Ballon der NASA-Mission ASTHROS in der Stratosphäre aussehen

© NASA

Science
07/24/2020

NASA-Teleskop wird an gigantischem Ballon über Südpol schweben

Bei der Mission ASTHROS soll ein 2,5-Meter-Teleskop in 40 Kilometer Höhe Gaswolken und junge Sterne beobachten.

Weil die Beobachtungsbedingungen für Infrarot-Teleskope in großer Höhe besser sind, will die NASA ein solches mit einem gigantischen Ballon in die Stratosphäre befördern. Die Mission ASTHROS sieht ein 2,5-Meter-Spiegelteleskop vor, einen elektrischen Kühler, der die Sensoren des Teleskops auf minus 268,5 Grad Celsius herunterkühlt, sowie Solarpaneele für die Stromversorgung. Das alles soll an einem Helium-Ballon hängen, der bei voller Entfaltung 150 Meter breit sein wird.

Hochrisikomission

Gestartet werden soll der Ballon in der Antartkis. Laut Plan wird er in 40 Kilometer Höhe steigen und dort mit Winden 21 bis 28 Tage lang rund um den Südpol kreisen. "Wir werden ASTHROS vom abgelegensten und unwirtlichsten Teil unseres Planeten zum Rande des Weltraums bringen", sagt Jose Siles vom Jet Propulsion Laboratory der NASA. Ballon-Missionen wie ASTHROS stuft die US-Raumfahrtagentur als Hochrisikomissionen ein, bei denen für vergleichweise wenig finanziellen Aufwand neue Techniken und Prozesse ausprobiert werden, die potenziell sehr wertvolle Daten liefern können.

Stellares Feedback

Im Falle von ASTHROS sollen neue Erkenntnisse über Sternenbildungsprozesse gewonnen werden. Das Teleskop wird vier verschiedene Regionen im Weltraum beobachten, wo junge Sterne von Gaswolken umgeben sind. Die Forscher wollen dadurch herausfinden, wie so genanntes stellares Feedback sich auf die Bildung von Sternen auswirkt. Beim stellaren Feedback werden Materiewolken durch Sternenexplosionen verwirbelt. Das könnte einerseits die Sternenbildung erschweren, weil Material verblasen wird, andererseits könnte es zur Klumpenbildung von Material führen und damit die Sternenbildung eigentlich vereinfachen.

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