Schon kurz nach dem Start der Mission tauchten Probleme auf

Schon kurz nach dem Start der Mission tauchten Probleme auf

© APA/AFP/CHANDAN KHANNA / CHANDAN KHANNA

Science

Mondmission Peregrine ist gescheitert: Keine Chance auf sanfte Landung

Es hätte die erste US-Mondladung seit 1972 sein sollen. Jetzt ist sie offiziell gescheitert. Das private Weltraumunternehmen Astrobotic hat ein Update zur Mission Peregrine auf X (vormals Twitter) veröffentlicht.

Das Raumschiff hat sich wieder von der Sonne weggedreht, konnte aber stabilisiert werden. Ein neuer Steuerungsalgorithmus sollte dafür sorgen, dass die Solarpanels jetzt Richtung Sonne ausgerichtet bleiben. Die Batterien sind jetzt voll geladen.

Für das Leck im Treibstofftank gibt es aber keine Lösung. „Es gibt leider keine Chance auf eine sanfte Landung auf dem Mond“, so Astrobotic. Mit dem verbleibenden Treibstoff soll Peregrine noch eine Weile als Raumschiff genutzt werden. Nach aktuellen Berechnungen sind das in etwa 40 Stunden.

Das Team sucht nach weiteren Möglichkeiten, um die Betriebsdauer von Peregrine zu verlängern. Zumindest könne man so noch Daten beim Raumflug sammeln, etwa zu den Komponenten und der Software. Dies solle dabei helfen, dass die nächste geplante Mondlandemission, „Griffin“, erfolgreich wird. Der Start ist für Ende 2024 geplant. Nach dem jetzigen Misserfolg könnte sich der Launch aber verzögern, um potenzielle Probleme zu vermeiden, die bei Peregrine aufgetreten sind.

➤ Mehr lesen: ​​​​​​​Erstes Foto von Peregrine zeigt beschädigten Mondlander

Mond sollte Ende Februar erreicht werden

Der unbemannte Lander Peregrine war am Montagmorgen an Bord einer Rakete vom Typ Vulcan Centaur des Herstellers ULA vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet. Der Lander sollte Ende Februar auf dem Mond in einem Gebiet mit dem Namen Sinus Viscositatis (Bucht der Klebrigkeit) landen. 

Die US-Weltraumbehörde NASA hat sich bei Peregrine beteiligt und mehrere Geräte in dem Lander von Astrobotic untergebracht. Damit sollten eigene Expeditionen zum Mond vorbereitet werden. Die NASA wollte unter anderem die Mondexosphäre untersuchen. Zudem sollten thermische Eigenschaften und der Wasserstoffgehalt des Materials auf der Mondoberfläche (Regolith) erforscht werden. 

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