Science
18.10.2018

SpaceX-Konkurrent will 50 Raketen pro Jahr starten

Das neuseeländische Unternehmen Rocketlab will Raketen am Fließband produzieren.

Die Electron-Raketen des neuseeländischen Unternehmens Rocketlab sind mit 4,9 Millionen US-Dollar pro Start der derzeit günstigste Weg ins Weltall. Allerdings können maximal 150 Kilogramm Last in einen niedrigen Erdorbit gebracht werden. Bislang sind erst zwei Electron-Raketen ins All geflogen. Rocketlab hat aber noch einiges vor, wie Golem berichtet. Um die Kosten für einen Start weiter zu senken, sollen die Raketen in Massenproduktion gefertigt werden, zumindest im Vergleich zu anderen Raumfahrtunternehmen. Das Ziel sind 50 Raketenstarts pro Jahr.

Um das zu erreichen, wurde vergangene Woche eine neue Fabrik in der Nähe von Auckland eröffnet, in der eine entsprechende Zahl von Raketen gefertigt werden soll. Zum Vergleich: Von der viel größeren europäischen Ariana-Rakete werden pro Jahr sechs Stück gebaut. Das Unternehmen will den Betreibern von kleineren Satelliten die Möglichkeit geben, diese zielgerichtet ins All zu schießen, statt sie mit größeren Lieferungen mitzuschicken. Der nächste Start ist für November geplant, im Dezember folgt ein Flug mit einem NASA-Satelliten.

Um ihr Ziel von 50 Raketen pro Jahr zu erreichen, muss die Fabrik 500 Triebwerke pro Jahr herstellen, da sich pro Rakete mehrere auf die drei Stufen verteilen. In Zukunft sollen dann pro Jahr sogar 100 Starts durchgeführt werden. Dazu wären aber auch zusätzliche Startareale notwendig. Derzeit finden alle Starts in Neuseeland statt.