© Marco Langbroek, Screenshot

Science
05/26/2019

Spektakuläres Video zeigt Starlink-Satelliten im Orbit

Ein niederländischer Astronom hat ein Video aufgenommen, dass die vergangene Woche ins All geschossenen 60 Starlink-Satelliten in Zugformation zeigt.

In der Nacht auf Freitag setzte SpaceX 60 Satelliten seines Starlink-Internetprojekts in der Erdumlaufbahn aus. Ein vom niederländischen Astronomen Marco Langbroek aufgenommenes Video zeigt die Satelliten, wie sie wie aneinandergereihte Wagons eines Zuges im Orbit vorbeiziehen.

Er habe anhand der verfügbaren Umlaufbahninformationen errechnet, wann die Satelliten passieren würden und sei mit der Kamera bereitgestanden, schreibt Langbroek in einem Blog-Eintrag. Seine Rechnung sei aufgegangen. Lediglich drei Minuten vor der errechneten Zeit seien die Satelliten vorbeigeflogen. Es habe mit zwei schwach blinkenden Objekten begonnen, wenige Augenblicke später sei der Zug von Satelliten ins Blickfeld gekommen. Es sei ein spektakulärer Anblick gewesen.

Das Video wurde mit einer WATEC 902H + Kamera, die mit einer Canon 1.8/50-mm-Linse bestückt war, knapp 23 Stunden nach dem Start der Rakete aufgenommen. Er habe mindesten 56 Objekte gezählt, schreibt Langbroek.

Nächste Phase für Starlink-Projekt

Der Abschuss der 60 Satelliten läutete die nächste Phase für das Starlink-Satelliten-Internetprojekt von Elon Musks Weltraumfirma ein. Insgesamt 11.927 Mini-Satelliten will SpaceX in den kommenden Jahren ins Weltall schießen. Ziel der kleinen Kommunikations-Satelliten ist es, überall auf der Erde einen leistungsfähigen Internetzugang zu ermöglichen – unabhängig von Mobilfunk und Glasfaserkabeln. Gerade für infrastrukturschwache Weltregionen könnte ein derartiger Internetzugang positive Effekte mit sich bringen.

Anders als bei der bisherigen Internet-Versorgung aus dem Weltraum, sollen die Flugkörper nicht fix stationiert sein, sondern synchron in einer bestimmten Konstellation die Erde umkreisen. Um die Wege, die die Daten zurücklegen müssen, möglichst kurz zu halten, werden sie im niedrigen Erdorbit platziert. Die Höhe von 550 Kilometern sollen sie in den nächsten Tagen und Wochen erreichen.