© NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS

Science

Wasserdampf auf Jupiter-Mond erstmals nachgewiesen

Mithilfe von Daten des Hubble Weltraumteleskops konnten Forscher*innen zum ersten Mal Wasserdampf in der Atmosphäre des Jupiter-Mondes Ganymed nachweisen. Ganymed ist der größte Mond im Solarsystem und von einer Eisschicht ummantelt.

Zwar wird 160 Kilometer unter dieser Schicht ein flüssiger Ozean vermutet, der außerirdisches Leben beheimaten könnte. Der Wasserdampf dürfte allerdings nicht von diesem Ozean stammen, sondern von Eisschicht, die auf der Oberfläche verdampft, wie die NASA schreibt.

Geladene Partikel erodieren

„Bislang wurde nur molekularer Sauerstoff beobachtet“, sagt Studienleiter Lorenz Roth vom KTH Royal Institute of Technology in Stockholm. Dieses werde erzeugt, wenn geladene Partikel von der Eis-Oberfläche erodieren. Der Wasserdampf, der nun gemessen wurde, basiere auf thermischen Begebenheiten und entstamme wärmerer Eisregionen. 

Daten zur Jupiteratmosphäre können Forscher*innen dabei helfen zu verstehen, wie sich Gas-Giganten und ihre Satelliten bilden und entwickeln. Die neuesten Erkenntnisse helfen zudem, die Bewohnbarkeit von Jupiter-ähnlichen exoplanetarischen Systemen einzuordnen.

Die Studie wurden im Journal Nature Astronomy veröffentlicht.

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