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Razzia in Berlin: Millionengeschäft mit gefälschten Druckerpatronen

In der deutschen Hauptstadt Berlin fand am Donnerstag eine großangelegte Razzia statt. Einer Verbrecherbande wird vorgeworfen, im großen Stil Druckerpatronen gefälscht und dabei einen Umsatz von 3,5 Millionen Euro erwirtschaftet zu haben – pro Quartal. Das gab die Berliner Polizei in einer Pressemitteilung bekannt.

Bande verkaufte gefälschte Patronen im Internet

Bereits seit Herbst 2022 soll die Bande aktiv sein. Sie soll im Internet gefälschte Druckerpatronen von minderwertiger Qualität zum Verkauf angeboten haben. Bei den Fälschungen handelte es sich um Produkte namhafter Hersteller.

Auf die Schliche kam die Polizei der Berliner Bande, weil die Hersteller die kursierenden Fälschungen meldeten. Testkäufe führten die Kriminalbeamt*innen auf die Spur der Verbrecher. Bei den Beschuldigten handelt es sich um 6 Männer, die zwischen 20 und 57 Jahre alt sind. Ihre Geldflüsse hatten sie über ungarische Mittelsmänner und über deutsche Bankkonten abgewickelt. 

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Die Berliner Kriminalpolizei nahm 7 Wohnungen und 10 Geschäftsräume unter die Lupe, darunter ein Callcenter, das als Wohnadresse getarnt war. Bei der Razzia wurde neben Dokumenten und Bargeld in 6-stelliger Höhe auch Material und Werkzeug sichergestellt, das zur Herstellung der Fälschungen diente.

Neben den Kund*innen, die ein minderwertigeres Produkt erhielten, wurden auch die Markenrechte der eigentlichen Hersteller verletzt. Derzeit dauern die Ermittlungen gegen die Berliner Bande noch an. Es muss erst geklärt werden, wer genau für was belangt werden kann. Außerdem müssen die Beweismittel noch ausgewertet werden, bevor eine Anklage erhoben wird.

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