Science

James Webb Teleskop machte Bilder von einem Sternenkindergarten

Die Entstehung neuer Sterne ist einer der rätselhaftesten Bereiche des Universums. Trotzdem wird dazu viel geforscht. Eine wichtige Rolle hat dabei das James Webb Weltraumteleskop der NASA. Jetzt zeigt die Organisation 2 neue Bilder einer solchen Region (NGC 604) in der Triangulum-Galaxie, die sich 2,73 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt befindet. Dazu veröffentlichte die NASA kürzlich eine Pressemitteilung.

Aufgenommen wurden die erstaunlichen Bilder, die Forscher*innen mehr über die Entstehung von Sternen verraten, mit der NIRCam. Die Bezeichnung steht für Near-Infrared Camera.

Das zweite von der NASA veröffentlichte Bild zeigt NGC 604. 

Sehr junge Sterne 

Die abgebildete Wolke aus leuchtenden Gasen hat einen Durchmesser von rund 1.300 Lichtjahren. Im Sternenkindergarten NGC 604 befinden sich über 200 sehr heiße und massereiche Sterne, die noch sehr jung sind. In den Aufnahmen sieht man höhlenartige Blasen und langgezogene Gasfäden. Phänomene wie diese helfen Forscher*innen dabei, mehr über die Entstehung von Sternen zu erfahren. 

Einige dürften mehr als die 100-fache Masse unserer Sonne haben. Laut der NASA ist die Konzentration der Sterne in NGV 604 eine Seltenheit, in unserer Milchstraße gebe es kein vergleichbares Phänomen. Sie dürften 100-mal größer als die Sonne sein.

➤ Mehr lesen: Alter bestätigt - Webb entdeckte erste Galaxien des Universums

Was sieht man in den Bildern?

Laut NASA weisen die oragefarbenen Streifen auf die Existenz von Kohlenwasserstoffmolekülen hin. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Sternen und Planeten. Woher diese Moleküle kommen, ist für Forscher*innen bisher ein Rätsel. Das Bild zeigt auch 2 sehr helle, junge Sterne, die mit einem diffusen roten Gas verbunden sind und die Löcher in den Nebel bohren. In den Bildern sieht man sie als 2 Flecken. 

Das Alter der Region NGC 604 wird auf 3,5 Millionen Jahre geschätzt. Für Astronom*innen haben die neuen Bilder große Bedeutung, weil sie daraus mehr über die Entwicklung von Planeten und Sternen erfahren können. 

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