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Apps
05/29/2019

Google verbietet Marihuana-Apps im Play Store

Google versteht keinen Spaß und setzt Marihuana auf die Liste der "unangebrachten Inhalte".

Google lässt künftig keine Apps mehr zu, die den Kauf oder Handel von Marihuana und anderen THC-haltigen Produkten erlaubt. Der US-Konzern hat seine Entwickler-Richtlinien dementsprechend angepasst. Unter den „unangebrachten Inhalten“ ist künftig neben Tabak, Alkohol, Sex, Gewalt und Hassrede auch der Punkt Marihuana zu finden.

Als Beispiele führt man unter anderem das Bestellen von Marihuana und anderen THC-haltigen Produkten sowie das Vereinbaren „einer Lieferung oder Abholung von Marihuana“ an. Auch ob der Marihuana in dem Land, in dem die App angeboten wird, sei unerheblich.

Google will familienfreundlicher werden

Die Sperre betrifft insbesondere Länder, in denen der Handel mit Marihuana und anderen THC-haltigen Produkten erlaubt ist. Das trifft derzeit auf einen Großteil der US-Bundesstaaten zu, wobei die Rechtslage variiert. In einigen Bundesstaaten darf Cannabis lediglich zu medizinischen Zwecken bezogen werden, in einigen Bundesstaaten wurde zudem lediglich eine Entkriminalisierung, aber keine Legalisierung vorgenommen. Dort gibt es mit Weedmaps und Eaze populäre Apps, über die Marihuana bestellt werden kann.

Die Maßnahme soll den Play Store kinder- und familienfreundlicher machen. Wurde das Google-Konto richtig konfiguriert, hätten Minderjährige aber ohnedies keinen Zugriff auf diese Apps, da sie mit einer Altersbeschränkung versehen sind. Zuletzt sorgte Google für Aufsehen, weil man eine App, die Homosexualität „therapieren“ soll, nicht entfernen wollte. Der US-Konzern lenkte jedoch nach Protesten schlussendlich ein.